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Kanone

Enzyklopädieartikel

Kanone, Sammelbegriff für große Kriegswaffen, die auf Lafetten oder festen Fundamenten montiert sind, im Gegensatz zu Hand- und Faustfeuerwaffen. Sie machen im Wesentlichen die Bewaffnung der Artillerie aus. Die Erfindung der Kanone wird allgemein dem im 14. Jahrhundert lebenden deutschen Mönch Berthold der Schwarze zugeschrieben. Die erste Kanone feuerte mit Hilfe von Schießpulver Steine und Metallkugeln. Die ersten Kanonen waren Metallrohre mit glattgebohrten Innenwandungen, die von vorne geladen und von Hand auf das Ziel gerichtet wurden. Der Rückstoß wurde gedämpft, indem man die Lafette zurücklaufen ließ. Moderne Kanonen, die durch den Verschluss (am Ende des Rohres) geladen werden, bestehen aus einem geschmiedeten Stahlrohr, das gezogen ist (d. h., das spiralförmige Rillen besitzt), um das Geschoss für den Flug in eine Drehbewegung zu versetzen. Zur Erhöhung der Festigkeit ist das Kanonenrohr von einem Stahlmantel umgeben. Die Lafette ist mit einem Mechanismus ausgestattet, der den Rückstoß dämpft und die Kanone wieder in Schussposition bringt. Vorrichtungen zum Aufrichten und Drehen ermöglichen genaues Zielen. Diese Vorrichtungen können manuell bedient oder elektrisch angetrieben werden. Es gibt auch vollautomatische Systeme zur Lokalisierung und Verfolgung von Zielen mit Hilfe von Radar und Laser.

Munition von Kanonen besteht aus Sprenggranaten, panzerbrechenden Granaten, Rauch- und Signalgranaten, sowie Granaten mit chemischen Kampfstoffen oder nuklearen Sprengsätzen. Aus Kanonen werden auch Granaten mit Propagandamaterial und Medikamenten für eingeschlossene Truppenteile abgefeuert.

Siehe auch Projektil (Geschoss).

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