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Robert Redford

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Robert RedfordRobert Redford

Robert Redford (*1937), amerikanischer Schauspieler, Regisseur und Produzent. Mit Filmen wie Butch Cassidy and the Sundance Kid (1969; Zwei Banditen), The Sting (1973; Der Clou) und Out of Africa (1985; Jenseits von Afrika) gehört er seit Ende der sechziger Jahre zu den Stars des amerikanischen Films. Anfang der achtziger Jahre begann er zudem eine erfolgreiche Regiekarriere.

Redford wurde am 18. August 1937 als Sohn eines Buchhalters in Santa Monica (Kalifornien) geboren. Nach dem Besuch der University of Colorado in Boulder absolvierte er ein Studium der Malerei und Kunstgeschichte in Paris und erhielt nach seiner Rückkehr in die USA Ende der fünfziger Jahre eine Schauspielausbildung an der American Academy of Dramatic Arts. Sein Bühnendebüt gab Redford 1959 am Broadway in dem Stück Tall Story (1959), seine erste Hauptrolle spielte er in Sunday in New York (1961/62). Nachdem er sich auch in erfolgreichen Fernsehserien einen Namen gemacht hatte, gab er sein Debüt auf der Kinoleinwand in War Hunt (1962; Hinter feindlichen Linien), das aber kommerziell und künstlerisch ebenso ein Misserfolg war wie seine nächsten Filme Situation Hopeless – But Not Serious (1965; Lage hoffnungslos, aber nicht ernst), Inside Daisy Clover (1965; Verdammte süße Welt), The Chase (1966; Ein Mann wird gejagt) und This Property Is Condemned (1966; Dieses Mädchen ist für alle da).

Den Wendepunkt seiner Karriere markierte die romantische Liebeskomödie Barefoot in the Park (1967; Barfuß im Park) an der Seite von Jane Fonda, gefolgt von dem humorvollen Western Butch Cassidy and the Sundance Kid (1969; Zwei Banditen), wo er an der Seite von Paul Newman zu sehen war. Redfords intensives, zurückhaltendes Spiel, seine stattliche äußere Erscheinung und seine lässig-virile Ausstrahlung machten ihn zu einem der erfolgreichsten Hollywoodstars seiner Generation. In der Folge wurde er im Rollentypus des Frauenhelden, Sportlers und Abenteurers der bevorzugte Darsteller des Regisseurs Sydney Pollack, mit dem er immer wieder zusammenarbeitete. Unter anderem spielte Redford in Pollacks Politdrama The Candidate (1972; Bill McKay – Der Kandidat), dem Western Jeremiah Johnson (1972; Jeremiah Johnson) und dem Agententhriller Three Days of the Condor (1975; Die drei Tage des Condors).

Zu Welterfolgen wurden während der siebziger Jahre die Gaunerkomödie The Sting (1973; Der Clou), für die Redford seine erste Oscar-Nominierung erhielt, The Great Gatsby (1974; Der große Gatsby, nach dem Roman von Francis Scott Fitzgerald) sowie Alan J. Pakulas Thriller über die Watergate-Affäre All the President’s Men (1976; Die Unbestechlichen, neben Dustin Hoffman). Nach dem Gefängnisdrama Brubaker (1980; Brubaker) und Barry Levinsons Baseballfilm The Natural (1984; Der Unbeugsame) gelang Redford mit seiner Rolle als Großwildjäger Denys Finch Hatton in der Tania-Blixen-Verfilmung Out of Africa (1985; Jenseits von Afrika, Regie Sydney Pollack) einer seiner größten Erfolge. In dem mehrfach Oscar-prämierten elegischen Afrikaepos war Redford der Partner von Meryl Streep und Klaus Maria Brandauer. Es folgten u. a. Legal Eagles (1986; Staatsanwälte küsst man nicht, ebenfalls mit Meryl Streep), Havana (1990; Havanna), Sneakers (1992; Sneakers – Die Lautlosen), Indecent Proposal (1993; Ein unmoralisches Angebot, mit Demi Moore), Up Close and Personal (1996; Aus nächster Nähe, mit Michelle Pfeiffer), Spy Game (2001; Spy Game – Der finale Countdown, mit Brad Pitt), The Clearing (2004; Anatomie einer Entführung, mit Willem Dafoe) und An Unfinished Life (2005; Ein ungezähmtes Leben, mit Jennifer Lopez).

Bei zahlreichen Filmen war Redford außerdem als Produzent tätig; ab Anfang der achtziger Jahre wandte er sich auch erfolgreich der Regiearbeit zu. Bereits sein Regiedebüt Ordinary People (1980; Eine ganz normale Familie) wurde mit vier Oscars, u. a. für den besten Film und die beste Regie, sowie mit dem Golden Globe ausgezeichnet. Es folgten The Milagro Beanfield War (1988; Milagro – Der Krieg im Bohnenfeld), der melancholisch-nachdenkliche Anglerfilm A River Runs through It (1992; Aus der Mitte entspringt ein Fluss), der hoch gelobte Fünfziger-Jahre-Film Quiz Show (1994; Quiz Show, mit John Turturro), die Verfilmung des Bestsellers von Nick Evans The Horse Whisperer (1998; Der Pferdeflüsterer), bei der Redford selbst die Hauptrolle übernahm, sowie der zwischen den Weltkriegen angesiedelte Golffilm The Legend of Bagger Vance (2000; Die Legende von Bagger Vance, mit Matt Damon und Will Smith). Das didaktische Politdrama Lions for Lambs (2007; Von Löwen und Lämmern) ist ein leidenschaftliches Plädoyer für gesellschaftliches Engagement in Kriegszeiten.

1981 gründete Redford das „Sundance Institute”, eine Organisation, die alljährlich das Sundance Film Festival zur Unterstützung unabhängiger Filmschaffender ausrichtet. Für sein Lebenswerk wurde er 2002 mit einem Ehren-Oscar ausgezeichnet.

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