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Windows Live® Suchergebnisse Pierre de RonsardEnzyklopädieartikel
Pierre de Ronsard (1524-1585), französischer Dichter der Pléiade. Er wurde auf Schloss Possonière bei Couture-sur-Loir in der Nähe von Vendôme geboren und zunächst als königlicher Page und dann als Squire ausgebildet. 1544 ging er nach Paris, wo er gemeinsam mit dem französischen Klassizisten Jean Dorat am Collège Coqueret studierte. In dieser Zeit gründete Ronsard u. a. mit Joachim du Bellay die berühmte Pléiade, eine Gruppe von Schriftstellern, die es sich zum Ziel gemacht hatte, die französische Sprache und Literatur zu reformieren. Zu Ronsards ersten Veröffentlichungen gehören die Oden der Bände Les quattre premiers livres des odes (4 Bde., 1550), scholastische Gedichte nach dem Vorbild der Gedichte Pindars und Horaz’, an die sich 1552 ein fünfter Band anschloss (Le cinquième des odes). Im gleichen Jahr folgte Les Amours (auch unter dem Titel Les Amours de Cassandre bekannt), eine Folge anmutiger Sonette über die Liebe, beeinflusst von dem italienischen Dichter Petrarca. Nachdem Ronsard mit diesen beiden Werken berühmt geworden war, veröffentlichte er mit Continuation des amours (1555, bekannt auch als Les amours de Marie) einen weiteren Sonettenzyklus. Sein Lyrikband Les Hymnes erschien 1556. Unvollendet blieb Ronsards an Homer und Vergil angelehntes Epos La Franciade (1572) über die Ursprünge der französischen Nation. Seine bekanntesten Liebesgedichte waren die melancholischen Sonnets pour Hélène (1578, Sonette für Helene). Als Hofdichter und Günstling des Königs Karl IX. dichtete er auch für festliche Anlässe an dessen Hof.
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