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Windows Live® Suchergebnisse Leopold I. (Heiliges Römisches Reich)Enzyklopädieartikel
Leopold I. (Heiliges Römisches Reich), (1640-1705), Kaiser des Heiligen Römischen Reiches (1658-1705), König von Böhmen (1656-1705) und von Ungarn (1655-1687). Leopold siegte gegen die Osmanen, erweiterte den Besitz der Habsburger und baute die Zentralverwaltung in Österreich aus. Leopold wurde als Sohn Kaiser Ferdinands III. am 9. Juni 1640 in Wien geboren. Nach dem Tod seines Vaters folgte er ihm 1657 in den österreichischen Erblanden nach; erst 15 Monate später wurde er zum Römischen König und Kaiser gewählt. Leopolds Herrschaftszeit war von Kriegen, besonders gegen die Osmanen und gegen Frankreich, gekennzeichnet. Im 1. Nordischen Krieg (1655-1660) unterstützte er Polen und Brandenburg-Preußen gegen Schweden. Seinen ersten Türkenkrieg beendete Leopold 1664 mit einem Kompromiss; 1683 drangen die Osmanen bis vor Wien vor, belagerten die Stadt (siehe Belagerungen von Wien) und wurden von einem deutsch-polnischen Entsatzheer unter Johann III. Sobieski von Polen in der Schlacht am Kahlenberg entscheidend geschlagen. Anschließend konnte Leopold Ungarn, das er 1687 zur Erbmonarchie machte, sowie Siebenbürgen zurückgewinnen, und Prinz Eugen von Savoyen besiegte 1697 die Türken endgültig bei Zenta. Der Friede von Karlowitz von 1699 erkannte die habsburgische Herrschaft über praktisch ganz Ungarn an und leitete den Aufstieg Österreichs zur europäischen Großmacht und die Entstehung der Donaumonarchie ein. Leopolds Beteiligung an den Kriegen gegen Frankreich, dem Hauptgegner der Habsburger in Europa, war weniger erfolgreich: Der Friede von Nimwegen 1679 am Ende des Holländischen Krieges brachte Ludwig XIV. von Frankreich territorialen Zugewinn. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg schloss sich Leopold der Großen Allianz gegen Frankreich an. Der Krieg endete 1697 mit dem Frieden von Rijswijk, wieder zugunsten Frankreichs. Vier Jahre später trat Leopold in den Spanischen Erbfolgekrieg (1701-1714) gegen Frankreich ein. In seinen Erblanden begann Leopold im Sinn des Absolutismus mit dem Aufbau einer gestrafften, zentralisierten Verwaltung, und im Reich gelang es ihm, u. a. über den immerwährenden Reichstag in Regensburg die kaiserliche Autorität wieder zur Geltung zu bringen. Leopold starb am 5. Mai 1705 in Wien; sein Nachfolger wurde sein Sohn Joseph I.
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