![]() |
Windows Live® Suchergebnisse
Windows Live® Suchergebnisse Black MuslimsEnzyklopädieartikel
Black Muslims, gebräuchliche Bezeichnung für die Anhänger einer afroamerikanischen islamischen Bewegung in den Vereinigten Staaten bzw. für die Bewegung selbst. Die Bewegung wurde 1930 von Wallace D. Fard gegründet. Bis 1976 nannte sich die Bewegung Lost-Found Nation of Islam (verlorene-wiedergefundene Nation des Islam), benannte sich dann in World Community of Islam in the West um und bezeichnet sich seit 1980 als American Muslim Mission. Ab 1934 führte Elijah Mohammed die Bewegung; nach seinem Tod 1975 folgte ihm sein Sohn Wallace (Warith) Mohammed als Oberhaupt der Black Muslims nach. Prominente Mitglieder der Bewegung waren Malcolm X., der sich jedoch 1963 von der Bewegung trennte und 1965 angeblich von Black Muslims ermordet wurde, sowie der Boxer Muhammad Ali. Die Bewegung fordert von ihren Mitgliedern die strikte Einhaltung des islamischen Verhaltenskodexes, der u. a. den Verzicht auf bestimmte Speisen sowie westliche Kleidung vorschreibt und die zwischenmenschlichen Beziehungen regelt, sowie die Beachtung religiöser Rituale wie des fünfmal pro Tag zu entrichtenden Gebets. Trotz der strengen Ausrichtung am Koran werden die Black Muslims vom Großteil der muslimischen Welt allerdings nicht als ihresgleichen betrachtet. Ursprünglich lehrte die Bewegung die Überlegenheit der Schwarzen, die von Natur aus Muslime und gut seien, während die Weißen allesamt Teufel seien und die Schwarzen versklavten, und sie forderte die Abtrennung der Schwarzen von der dominierenden weißen Bevölkerungsmehrheit in den USA und die Errichtung eines eigenen Staates. Unter Wallace Mohammed wandte sich die Bewegung von der strikten Rassenlehre ab, öffnete sich auch für Weiße und setzte mehr auf Integration als auf Abtrennung. In den späten siebziger Jahren spaltete sich eine von Louis Farrakhan geführte Gruppe, die den neuen Kurs ablehnte, unter dem ursprünglichen Namen Nation of Islam von der Bewegung ab; diese Gruppe erfreute sich in den neunziger Jahren besonders unter jugendlichen Afroamerikanern eines großen Zulaufs. Die Black Muslims bauten in mehr als 45 Städten staatlich anerkannte Schulen auf. Das von ihnen herausgegebene Wochenmagazin Muslim World News (früher Muhammad Speaks) gilt als die meistgelesene afroamerikanische Zeitschrift. Strafgefangene, Drogenabhängige und Alkoholkranke finden in der Philosophie des „Doing-for-self” („Tu es für dich”) der Black Muslims eine Motivation, ihr Leben zu ändern. Die Zahl der Black Muslims wird auf mehr als 100 000 geschätzt.
© 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
© 2008 Microsoft
![]() ![]() |