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Windows Live® Suchergebnisse ProtagorasEnzyklopädieartikel
Protagoras (um 485 bis ca. 415 v. Chr.), griechischer Philosoph aus Abdera (Thrakien). Um 445 v. Chr. siedelte Protagoras nach Athen über, wo er als Lehrer und Philosoph tätig war und sich die Freundschaft des Staatsmannes Perikles erwarb. Als erster Denker bezeichnete er sich selbst als Sophist und ließ sich den Unterricht von seinen Schülern bezahlen. Er erteilte Lektionen in Grammatik, Rhetorik und der Interpretation von griechischer Dichtung. Seine Abhandlung Über die Götter, von der nur Fragmente erhalten sind, wurde in Athen öffentlich verbrannt. Protagoras vertrat die Auffassung, dass nichts absolut gut oder schlecht, wahr oder falsch sei und dass jeder Mensch daher für sich selbst die höchste Autorität darstellte. „Der Mensch ist das Maß aller Dinge” wurde seine Kernaussage. Der daraus folgenden Anklage wegen Gotteslästerung versuchte sich Protagoras durch Flucht zu entziehen. Dabei ertrank er auf dem Weg nach Sizilien. Der griechische Philosoph Platon lässt Protagoras in einem seiner Sokratischen Dialoge auftreten. In diesem Protagoras betitelten Dialog entlarvt sich der Sophist im Rededuell mit Sokrates selbst.
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