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Wertpapierbörse

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Schwarzer Freitag 2000 an der Wall StreetSchwarzer Freitag 2000 an der Wall Street

Wertpapierbörse, Effektenbörse, Markt für den Kauf und Verkauf von Effekten, d. h. Aktien und Schuldverschreibungen (Rentenpapiere). Die Geschichte der Börse geht ins 14. Jahrhundert zurück. Damals trafen in Brügge regelmäßig Kaufleute im Haus der Familie van der Beurse zu Geschäftszwecken zusammen. Der Handel an der Börse findet nach festen Gebräuchen und Vorschriften statt. Die Grundlage für das Börsenwesen bildet neben dem Börsen- und einem Börsenzulassungsgesetz die Börsenordnung. Die Börse ist eine öffentlich-rechtliche, körperschaftsähnliche Einrichtung.

Bei den Börsenmaklern laufen sämtliche Kauf- und Verkaufsaufträge für Wertpapiere zusammen. Aufgabe der Börse ist es, den Kurs zu bilden, zu dem die größte Menge des jeweiligen Wertpapiers umgesetzt werden kann. Dafür ist der amtliche Kursmakler zuständig, der von der jeweiligen Landesregierung bestellt ist. Er legt als Schiedsrichter zwischen Angebot und Nachfrage den amtlichen Kurs für ein Wertpapier fest, für viele Wertpapiere nur einmal pro Tag, z. B. in Frankfurt um zwölf Uhr. Alle Geschäfte müssen dann zu diesem Kurs abgewickelt werden. Er wird auch Kassakurs genannt. Geschäfte, bei denen Zahlung und Lieferung binnen kürzester Zeit erfolgen, nennt man Kassageschäfte. Sie herrschen in den deutschen Börsen vor. Daneben gibt es Termingeschäfte, die erst zu einem späteren Zeitpunkt zu erfüllen sind. Die Börsentendenz, d. h. die Entwicklung der Kurse an der Börse, ist oft ein Gradmesser für die wirtschaftliche Lage eines Landes.

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