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Windows Live® Suchergebnisse Lázaro CárdenasEnzyklopädieartikel
Lázaro Cárdenas (1895-1970), mexikanischer Politiker und Präsident von Mexiko (1934-1940), geboren in Jiquilpán de Juárez (Mexiko). Cárdenas wurde 1925 Brigadegeneral der mexikanischen Revolutionsarmee (siehe Mexikanische Revolution), und von 1928 bis 1932 war er Gouverneur von Michoacán. 1930 wurde er auf Landesebene zum Vorsitzenden der Institutionalisierten Revolutionspartei (PRI) gewählt, wurde 1931 Innenminister, 1933 Kriegs- und Marineminister und 1934 schließlich Präsident von Mexiko. Während seiner Amtszeit wurde ein von seiner Partei ausgearbeiteter Sechsjahresplan für Wirtschafts- und Sozialreformen durchgeführt. Großer privater Landbesitz wurde enteignet und an besitzlose Bauern vergeben; mit Unterstützung des Bundes Mexikanischer Arbeiter (Confederación de Trabajadores de México) wurden verschiedene Unternehmen sozialisiert. 1938 verstaatlichte Cárdenas die in ausländischem, vor allem amerikanischem und britischem Besitz befindlichen Ölgesellschaften. Das Schulwesen wurde dem Einfluss der Kirche entzogen und säkularisiert. Als Mestizo (indianisch-europäischer Abstammung) konnte Cárdenas auf die Unterstützung der indianischen und der mexikanischen Arbeiterschicht zählen und war einer der beliebtesten Präsidenten Mexikos. Nach der mexikanischen Verfassung durfte Cárdenas nicht für eine zweite Amtsperiode gewählt werden. 1942 wurde er Befehlshaber der mexikanischen Truppen an der Pazifikküste, und von 1943 bis 1945 war er nochmals Kriegsminister. Danach zog er sich aus dem politischen Leben zurück.
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