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Anden

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5

Entwässerung

Die in den Pazifischen Ozean mündenden Flüsse sind kurz und nicht sehr wasserreich, da an Teilen der Westseite des Gebirges nur wenig Regen fällt. Die Abflüsse in Richtung Osten sind dagegen lang und werden von häufigen, ergiebigen Niederschlägen gespeist. Sie münden entweder direkt in den Atlantischen Ozean oder sind Nebenflüsse größerer Fließgewässer, vor allem des Amazonas oder des Paraná.

6

Wirtschaft

Unterhalb von 2 000 Metern findet sich vielseitiger Anbau von wärmeliebenden Pflanzen, vor allem von Zuckerrohr und Kaffee. Kartoffeln wachsen auf Höhen über 3 000 Metern, Hafer gedeiht auf der Hochebene des Titicacasees in annähernd 4 000 Meter Höhe. Speziell im südlichen Bereich des Hochgebirges spielt die Viehhaltung eine bedeutende Rolle.

Zu den noch nicht erschöpften mineralischen Rohstoffen der Anden zählen Erze, besonders Zinn (in Bolivien), Blei (in Peru) sowie Kupfer (in Chile und Peru). Allerdings ging die Bedeutung des Bergbaus in einigen Regionen stark zurück. Dies trifft etwa auf die Kupfermine El Teniente im mittleren Chile zu, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts die größte der Welt war. Die zugehörige, ehemals bedeutende Minenstadt Sewell wurde 2006 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

7

Verkehr

Alle Pässe über die nördlichen Anden befinden sich in großen Höhen und sind schwer zu überqueren. Der Pass zwischen Arequipa und Puno in Peru liegt auf einer Höhe von 4 468 Metern, der Scheitelpunkt des ebenfalls in Peru gelegenen Passes zwischen Lima und Cerro de Pasco verläuft in 4 804 Meter Höhe, und der Uspallata-Pass zwischen Mendoza in Argentinien und Santiago in Chile erreicht 3 900 Meter. Über einige dieser Pässe wurden Eisenbahnlinien gebaut. So existiert eine Zugverbindung von Mollendo nach Puno am Titicacasee. Die zentrale Bahnverbindung in Peru, die Lima und La Oroya verbindet, gilt als eine der bemerkenswertesten Eisenbahnkonstruktionen weltweit (siehe Schmalspur-Eisenbahn).

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