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Brandbekämpfung

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Artikelgliederung
1

Einleitung

Brandbekämpfung, allgemeine Bezeichnung für das Löschen von Bränden und die Begrenzung der von Bränden verursachten Schäden. Brandbekämpfung beruht darauf, dass dem Feuer eine oder mehrere der drei Grundlagen für die Verbrennung – Brennstoff, Wärme und Sauerstoff – entzogen wird, um die Kettenreaktion der Verbrennung zu unterbrechen. Vorbeugende Maßnahmen fasst man unter dem Begriff Brandschutz zusammen (s. u.).

2

Feuerwehren

Die erste bekannte, organisierte „Feuerwehr” geht auf den römischen Kaiser Augustus zurück, der 24 v. Chr. eine entsprechende Wache aufstellte. Der wichtigste Ausrüstungsgegenstand der Feuerwehren vom antiken Rom bis zum Beginn der Neuzeit war der Eimer, der von Hand zu Hand gereicht wurde, um Wasser an den Brandherd zu bringen. Ein weiteres Werkzeug zur Brandbekämpfung war die Axt, mit der man brennbare Materialien entfernte und Öffnungen schuf, durch die Hitze und Rauch aus brennenden Gebäuden abziehen konnten. Bei großen Bränden wurden lange Haken mit Seilen verwendet, um Gebäude niederzureißen und so Feuerschneisen zu schaffen. Nach dem großen Brand von London 1666 gründeten Versicherungsgesellschaften Feuerwehren. Die Regierung beteiligte sich erst 1865 daran, als diese Feuerwehren zur Londoner Stadtfeuerwehr (London’s Metropolitan Fire Brigade) wurden. Die ersten modernen Standards für den Betrieb einer Feuerwehr wurden erstmals 1830 in Schottland ausgearbeitet.

In Deutschland ist das Feuerwehrwesen gegliedert in Berufsfeuerwehren (in den größeren Städten), in freiwillige Feuerwehren (in kleineren Städten) sowie in Werks- oder Betriebsfeuerwehren.

3

Brandbekämpfung

Brandbekämpfung besteht im einfacheren Fall darin, Wasser auf das brennende Material zu bringen, damit sich das Feuer nicht mehr selbst erhält. Brennende Flüssigkeiten, Chemikalien und Metalle erfordern oft spezielle Löschmittel und -techniken. Bei manchen brennbaren Materialien kann der Einsatz von Wasser sogar gefährlich sein (siehe Feuerlöschmittel).

Es gibt unterschiedliche Spritzen für einen kompakten, schweren Wasserstrahl, einen breiten Sprühstrahl und Nebel. Löschfahrzeuge führen mehrere Spritzen mit sich, die je nach Wärmemenge, die absorbiert werden muss, eingesetzt werden. Die Wassermenge kann dabei zwischen 60 Liter und mehr als 300 Liter pro Minute betragen. Ein gerader Wasserstrahl besitzt eine größere Reichweite und ein besseres Eindringvermögen. Dagegen absorbieren Löschmittelnebel die Wärme schneller als ein Wasserstrahl, da viele kleine Löschmitteltröpfchen eine größere Oberfläche besitzen als ein Löschmittelstrahl. So genannte Nebelspritzen setzt man beispielsweise ein, um Dämpfe brennbarer Flüssigkeiten zu binden.

Dem Wasser können verschiedene Chemikalien zugesetzt werden, die seine Löschfähigkeit verbessern. Durch den Zusatz von Schaum bildenden Mitteln wird ein Schaum erzeugt, der das Feuer abdeckt. Schaum wird zum Löschen von brennbaren Flüssigkeiten wie Öl, Erdöl und Teer verwendet und zur Brandbekämpfung z. B. auf Flughäfen und in Raffinerien eingesetzt.

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Waldbrände

Waldbrände breiten sich durch Wärmeübertragung auf Gras, Gebüsch, Unterholz und Bäume aus. Da es oft schwierig ist, einen Waldbrand direkt zu bekämpfen, konzentriert sich die Feuerwehr oft darauf, die Ausbreitung durch die Schaffung einer Feuerschneise, die das Feuer nicht überspringen kann, zu kontrollieren. Direkte Löschmöglichkeiten sind das Löschen mit Wasserspritzen, Abwurf von Wasser aus speziellen Flugzeugen, das Versprühen von flammenhemmenden Chemikalien und kontrollierte Gegenfeuer.

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