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    Ronald Wilson Reagan (February 6, 1911 – June 5, 2004) was the 40th President of the United States (1981–1989) and the 33rd Governor of California (1967–1975).

  • Biographie: Ronald Reagan, 1911-2004

    1911-2004: Ronald Reagan: Politiker. 1911 6. Februar: Ronald Wilson Reagan wird in Tampico/Bundesstaat Illinois als jüngstes von vier Kindern von John Edward Reagan und ...

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Ronald Reagan

Enzyklopädieartikel
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Ronald Reagan: Rede zur Amts­einführungRonald Reagan: Rede zur Amts­einführung
Artikelgliederung
1

Einleitung

Ronald Reagan (1911-2004), amerikanischer Schauspieler und Politiker, 40. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika (1981-1989).

Ronald Reagan wurde am 6. Februar 1911 in Tampico (Illinois, USA) geboren und entstammte – anders als alle anderen amerikanischen Präsidenten – sehr einfachen Verhältnissen. Nach dem Besuch der High School arbeitete er von 1932 bis 1937 als Rundfunkreporter, und zwar vor allem als Sportkommentator. 1937 wechselte er ins Filmgeschäft und wirkte in den folgenden knapp 30 Jahren als Filmschauspieler in mehr als 50 Filmen mit.

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Karriere als Schauspieler

Reagan kam während seines Besuchs der Dixon High School als Mitglied einer Laientheatergruppe erstmals mit der Schauspielerei in Berührung. Sein Leinwanddebüt gab er in Love Is on the Air (1937), unterschrieb dann einen Vertrag bei Warner Bros. und spielte in der Folge in einer Reihe von B-Pictures. In Lloyd Bacons Football-Film Knute Rockne – All American (1940) verkörperte er den Halfback George Gipp; diese Rolle brachte ihm den Spitznamen „Gipper” ein. Beachtliche Leistungen in einer an Höhepunkten armen Schauspielerkarriere bot Reagan in Michael Curtiz’ Western Santa Fe Trail (1940; Land der Gottlosen) als Gegenspieler von Errol Flynn, in Sam Woods Melodram King’s Row (1942) und in Vincent Shermans Kriegsfilm The Hasty Heart (1949; Gezählte Stunden). Von 1943 bis 1945 war er an der Produktion von Ausbildungsfilmen für die US Air Force beteiligt und leistete in einer Propagandaeinheit Kriegsdienst. Seine wohl bekannteste Rolle hatte Reagan als Schimpansen züchtender Professor in Frederick de Cordovas Komödie Bedtime for Bonzo (1951). Ab Mitte der fünfziger Jahre wirkte er auch in Fernsehfilmen mit, u. a. in The Killers (1964; Der Tod eines Killers), seinem letzten Film.

Seit den fünfziger Jahren trat Reagan auch als Fernsehmoderator und Showmaster auf. Er kommentierte u. a. 1953 die erste Live-Übertragung der Oscar-Verleihung und moderierte acht Jahre lang die Werbeshow von General Electric, die jeden Sonntagabend ausgestrahlt wurde und Reagan landesweit bekannt machte. Vor allem als Moderator erwarb er sich dank seiner Überzeugungskraft den Ruf eines „großen Kommunikators” – eine Fähigkeit, die ihm zusammen mit seiner großen Leinwand- und Fernseherfahrung später im Präsidentenamt sehr zugutekommen sollte.

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Beginn der politischen Laufbahn

Seine aktive politische Laufbahn begann Reagan erst relativ spät. 1941 trat er der Screen Actor’s Guild, der Schauspielergewerkschaft, bei und war von 1947 bis 1952 sowie 1959/60 deren Präsident. In dieser Funktion führte er u. a. einen Streik für die Nebenrechte der Schauspieler an, der am Ende erfolgreich ausging, und seine Arbeit für die Screen Actor’s Guild weckte wohl sein Interesse an der aktiven Politik. Ursprünglich der Demokratischen Partei zugeneigt und Anhänger von Franklin D. Roosevelt, änderte Reagan im Lauf der Jahre seine politische Einstellung und trat 1962 in die Republikanische Partei ein, wo er sich bald als streng konservativer Politiker hervortat. 1967 kandidierte er für das Amt des Gouverneurs von Kalifornien und erlebte seinen ersten überwältigenden Wahlsieg. Bis 1975 war er Gouverneur von Kalifornien. 1976 bemühte er sich erstmals um die Kandidatur der Republikaner für das Amt des US-Präsidenten, allerdings ohne Erfolg. Während der folgenden vier Jahre war Reagan u. a. als Fernsehjournalist tätig.

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Präsidentschaft

Bei den Präsidentschaftswahlen 1980 errang Ronald Reagan zusammen mit seinem Kandidaten für das Amt des Vizepräsidenten, George Bush, einen deutlichen Sieg über den demokratischen Amtsinhaber Jimmy Carter; 1984 wurde Reagan, wieder zusammen mit Bush, im Amt bestätigt.

Leitlinien seiner Politik waren die Erneuerung des amerikanischen Selbstbewusstseins, das u. a. durch den Vietnamkrieg und die Watergate-Affäre stark erschüttert worden war, sowie die Wiederherstellung der weltweiten Führungsposition der Vereinigten Staaten vor allem in den Bereichen Militär und Wirtschaft. Um die amerikanische Wirtschaft wieder anzukurbeln, senkte er drastisch die Steuern und baute zur Gegenfinanzierung vor allem im Sozialbereich die Staatsausgaben rigide ab. Diese als Reagonomics bezeichnete Wirtschaftspolitik ging nahezu ausschließlich zu Lasten der sozial Schwachen und erweiterte die Kluft zwischen den armen und reichen Schichten der Bevölkerung. Aber trotz des Wirtschaftsaufschwungs und des Sparprogramms häufte Reagan während seiner Amtszeit ein enormes Haushaltsdefizit an, das erst ein Jahrzehnt später wieder abgebaut war, denn im Rahmen seiner Politik der Stärke nach außen erhöhte Reagan die Rüstungsausgaben enorm. So initiierte er beispielsweise das ebenso umstrittene wie kostenintensive SDI-Programm und trieb die Aufrüstung mit Atomwaffen weiter voran.

Reagans Außenpolitik war von einem starken Antikommunismus geprägt und auf die Schwächung der Sowjetunion und weltweit auf die Zurückdrängung des Kommunismus ausgerichtet. Die Sowjetunion galt ihm als „Reich des Bösen”, und um die USA als unumstrittene Vormacht zu etablieren, suchte er die Sowjetunion „totzurüsten”, d. h. die eigene Aufrüstung so weit zu treiben, dass die Sowjetunion nicht mehr mithalten konnte. Aber der Kampf gegen den Kommunismus fand auch auf anderen Schauplätzen statt: In Nicaragua z. B. unterstützte er die Contra-Rebellen gegen die linksgerichtete Regierung unter Daniel Ortega und in Afghanistan die Rebellen gegen die prosowjetische Regierung. Die Iran-Contra-Affäre 1986/87, die Aufdeckung illegaler Waffenverkäufe seitens der USA an den Iran zur Finanzierung der nicaraguanischen Contras, brachte nicht nur Reagans Nicaragua-Politik ins Kreuzfeuer der Kritik, sondern auch seinen Führungsstil, und sie untergrub die Glaubwürdigkeit des Präsidenten. Mit der Invasion der Karibikinsel Grenada 1983 und dem Bombenangriff auf Tripolis (Libyen) 1986 suchte Reagan die militärische Stärke und die Kompromisslosigkeit der USA zu demonstrieren.

In seiner zweiten Amtszeit änderte Reagan seinen außenpolitischen Kurs und leitete eine Politik der Kooperation mit der Sowjetunion ein. Das lag nicht zuletzt an dem Macht- und Politikwechsel in der Sowjetunion, wo 1985 Michail Gorbatschow das Amt des allmächtigen Parteichefs angetreten hatte; außerdem konnten die USA nun dank ihrer gewaltigen Aufrüstung klar aus einer Position der Stärke heraus mit der Sowjetunion verhandeln. Auf einem ersten Treffen mit Gorbatschow in Reykjavík (Island) 1986 leitete Reagan eine Phase ernsthafter Entspannungspolitik ein, deren erster Höhepunkt 1987 der Abschluss des INF-Vertrags über den Abbau landgestützter atomarer Mittelstreckenraketen war (siehe internationale Abrüstung). Reagans pragmatische Entspannungspolitik gilt als wichtiger Schritt auf dem Weg zur Beendigung des Kalten Krieges.

Nach dem Ende seiner Amtszeit veröffentlichte Reagan 1990 seine Memoiren American Life (Erinnerungen. Ein amerikanisches Leben). An Alzheimer erkrankt, bekannte sich Reagan 1994 in einem offenen Brief an die Nation zu seiner Krankheit, verabschiedete sich zugleich von der Öffentlichkeit und zog sich völlig zurück. Er starb am 5. Juni 2004 in Bel Air bei Los Angeles.

Während seiner Amtszeit als Präsident hatte Reagan Tagebuch geführt und darin bis auf wenige Ausnahmen jeden Tag seiner Präsidentschaft dokumentiert, angereichert durch politische ebenso wie persönliche Bekenntnisse sowie Begebenheiten und Beobachtungen unterschiedlichster Art. Drei Jahre nach seinem Tod wurden die Tagebücher unter dem Titel The Reagan Diaries (2007) veröffentlicht.

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