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Windows Live® Suchergebnisse LouisianaEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Louisiana, Staat im Süden der Vereinigten Staaten. Louisiana grenzt im Norden an Arkansas, im Osten an Mississippi, im Süden an den Golf von Mexiko und im Westen an Texas. Die Ostgrenze wird teilweise vom Mississippi gebildet, die Westgrenze vom Sabine River. Im Jahr 1861 war Louisiana eines der Gründungsmitglieder der Konföderierten Staaten von Amerika. Über lange Zeit war die Landwirtschaft Grundlage der Wirtschaftskraft Louisianas. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde die Förderung von Erdöl- und Erdgas wirtschaftlich bedeutend; auch der Tourismus spielt eine wichtige Rolle. Louisiana wurde nach dem früher westlich des Mississippi gelegenen französischen Territorium gleichen Namens benannt. Der Name dieses Territoriums wiederum geht auf den französischen Forschungsreisenden René Robert Cavelier de La Salle zurück. Er hatte das Gebiet nach dem französischen König Ludwig XIV. benannt. Zu den bedeutendsten Städten gehören neben der Hauptstadt Baton Rouge die Städte New Orleans, Shreveport, Lafayette und Kenner.
Mit einer Fläche von 134 265 Quadratkilometern steht Louisiana in der Reihenfolge der größten Bundesstaaten an 31. Stelle. Die größten Ausdehnungen betragen 430 Kilometer in Nord-Süd-Richtung und 460 Kilometer in West-Ost-Richtung. Louisiana erstreckt sich zwischen 2 Meter unter dem Meeresspiegel in New Orleans bis zu 163 Meter im Driskill Mountain im Norden. Die Küste Louisianas am Golf von Mexiko ist 639 Kilometer lang.
Louisiana lässt sich in folgende drei Naturräume gliedern: das tief gelegene Flachland zu beiden Seiten des Mississippi, das Mississippidelta und die Küstenebene am Golf von Mexiko. Das gewaltige Mündungsdelta des Mississippi mit einer Fläche von knapp 40 000 Quadratkilometern wird ständig durch die Ablagerung der vom Fluss mitgeführten Sedimente verändert. In der Schwemmlandebene sind fruchtbare Alluvialböden entwickelt. In der Küstenebene ist im Süden Sumpfland verbreitet, im Norden geht das Gebiet langsam in Prärien über. Der Mississippi und seine wichtigsten Nebenflüsse (Red River, Ouachita River und Atchafalaya River) haben so viel Schlamm in ihren Betten abgelagert, dass sie inzwischen stellenweise höher liegen als das sie umgebende Land. Es muss deshalb auf eine Länge von etwa 3 000 Kilometern mit Dämmen und anderen Anlagen vor Hochwasser geschützt werden. Der größte See des Staates ist der salzhaltige Lake Pontchartrain.
Das Klima in Louisiana ist im Sommer heiß und feucht, die Winter sind mild, von gelegentlichen Kaltlufteinbrüchen abgesehen. Die durchschnittlichen Jahrestemperaturen liegen zwischen 20,6 °C im Süden und 18,3 °C im Westen und Norden. Die in der ganzen Region in etwa gleich hohen Sommertemperaturen gehen in der Regel mit einer hohen Luftfeuchtigkeit und häufigen Regenfällen einher. Seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen wurde 1899 mit -26,7 °C ein Tiefstwert und im Jahr 1936 mit 45,6 °C ein Höchstwert erreicht. Im Spätsommer und Frühherbst wird die Küste oft von Wirbelstürmen heimgesucht. Ende August 2005 wurden Teile der Küstenregion Louisianas durch den Hurrikan Katrina und die folgende Flutwelle verwüstet. Besonders schwere Schäden erlitt New Orleans; etwa 80 Prozent der Stadt wurden überschwemmt.
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