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Wolf

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WolfWolf
Artikelgliederung
1

Einleitung

Wolf, ursprünglich über ganz Eurasien und Nordamerika verbreiteter Wildhund mit mehreren Unterarten.

Der Wolf ist die Stammform aller Haushundrassen. Ausgewachsene Wölfe erreichen eine Kopfrumpflänge von ein bis 1,6 Metern, eine Schwanzlänge von 30 bis 50 Zentimetern und ein Gewicht von 15 bis 80 Kilogramm. Das Fell ist variabel meist grau bis braun gefärbt und hat oberseits schwarze, unterseits weiße Flecken. In der Arktis leben ganz weiße Tiere, im Nordwesten Amerikas völlig schwarze Tiere. Wölfe haben ein kräftiges Raubtiergebiss und einen buschigen Schwanz. Sie unterscheiden sich durch einige Schädelmerkmale von den im Aussehen ähnlichen Haushundrassen.

2

Lebensräume und Beute

Wölfe besiedeln sowohl Prärien, Wälder, Waldsteppen, Tundren als auch Gebirge. Sie leben in Familienrudeln mit strenger Rangordnung. Die Nahrung besteht aus kleinen Wirbeltieren, Vögeln und gelegentlich auch Beeren, doch können Wölfe durch gemeinsame Hetzjagd auch Hirsche, Schafe und andere große Säugetiere angreifen. Dabei suchen sie sich meist kranke, schwache oder sehr junge Tiere aus, die leicht zu erlegen sind. Wölfe spielen als Konsumenten höherer Ordnung eine wichtige Rolle in Nahrungsnetzen.

3

Fortpflanzung

Als Unterschlupf dient Wölfen eine Höhle, ein hohler Baumstamm, ein Dickicht oder ein selbst gegrabenes Erdloch. Das Weibchen bringt dort im Frühjahr oder Sommer nach einer Tragzeit von 61 bis 63 Tagen meist vier bis sieben Junge zur Welt, die bei der Geburt 300 bis 500 Gramm wiegen und mit sieben bis neun Wochen entwöhnt werden. Meist bleiben die Jungtiere bis zum folgenden Winter bei den Alttieren, manchmal auch länger. Geschlechtsreif werden Wölfe mit ein bis drei Jahren. Sie können im Freiland ein Alter von etwa zehn Jahren, in Gefangenschaft von 20 Jahren erreichen.

4

Sozialverhalten

Die Eltern mit den noch nicht geschlechtsreifen Jungtieren bilden ein Familienrudel, das sein durch Kot und Urin markiertes Revier gemeinsam verteidigt. Besonders im Winter sammeln sich größere Rudel. Das führende Männchen wird Alphamännchen, sein Weibchen Alphaweibchen genannt. Die ausgeprägte Sozialstruktur innerhalb eines Rudels äußert sich in vielen Verhaltensweisen, die als Droh- oder Demutsgebärden Dominanz oder Unterordnung signalisieren. Das Geheul dient sowohl der Kommunikation im Rudel als auch mit benachbarten Rudeln sowie der Revierabgrenzung. Daneben spielen visuelle und olfaktorische (den Geruchssinn betreffende) Signale für die Kommunikation eine wichtige Rolle.

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