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Bajonett

Enzyklopädieartikel

Bajonett, spitz zulaufende längere Klinge, die üblicherweise am Gewehrlauf montiert wird und für den Nahkampf gedacht ist.

Ursprünglich soll das Bajonett um 1650 in Bayonne (Frankreich) entwickelt worden sein und bestand in seiner ersten Form aus einem Dorn oder Dolch mit Halterung. Dieses so genannte Spund-Bajonett ließ sich nur direkt in die Mündung des Gewehrs stecken und hatte den Nachteil, dass kein Schuss abgegeben werden konnte, solange es sich noch im Lauf befand. Erst das so genannte Tüllen-Bajonett (um 1700) ließ beide Optionen zu: Außen am Lauf befestigt, war der Benutzer auch mit „aufgepflanztem Bajonett” in der Lage zu schießen. Diese Form der Halterung ist immer noch in Gebrauch, nur die Länge und die Form der Klinge haben sich verändert. So verwendete man beispielsweise im 1. Weltkrieg 40 bis 50 Zentimeter lange Bajonette mit verschiedenen Querschnittsformen (dreieckig, viereckig oder auch kreuzförmig). Heutzutage kommt das Bajonett in erster Linie bei Ehrenwachen und besonderen Anlässen (z. B. Paraden) zum Einsatz.

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