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Windows Live® Suchergebnisse EthylenEnzyklopädieartikel
Ethylen, auch Ethen, einfachster Vertreter einer Klasse aliphatischer organischer Verbindungen mit dem Namen Olefine, die im Molekül mindestens eine Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindung enthalten. Ethylen ist ein farbloses, leicht süß schmeckendes Gas mit der Formel H2C9CH2, das sich kaum in Wasser löst. Reines Ethylen schmilzt bei -169,4 °C und siedet bei -103,8 °C. Dieser ungesättigte Kohlenwasserstoff fällt in verwertbaren Mengen beim Cracken und der fraktionierten Destillation von Erdöl an. Eine weitere wirtschaftlich bedeutende Quelle ist Erdgas. Ethylen verbrennt mit leuchtender Flamme. Aufgrund seiner Doppelbindung ist es sehr reaktiv und kann schnell zu anderen Stoffen, wie Ethylbromid, Ethan-1,2-diol (Ethylenglycol) und Polyethen (siehe Polyethylen), reagieren. Knapp 50 Prozent des insgesamt industriell gewonnenen Ethylens wird zu Kunststoff (Polyethylen) verarbeitet. Ein Großteil des verbleibenden Restes wird zur Herstellung von Vinylchlorid und Ethylenoxid verwendet. In der Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie wird es als Färbungsmittel und Reifebeschleuniger für viele Früchte (z. B. Bananen) eingesetzt. Im Mittelpunkt des Reifungsprozesses stehen ein Stoffwechselprodukt, Aminocyclopropancarbonsäure (abgekürzt: ACC), und ein besonderes Enzym (EFE: Ethylen-Formendes-Enzym), das aus dem Cyclopropanderivat Ethylen erzeugt. Das Enzym verliert nach der Bildung von 50 bis 100 Ethylenmolekülen seine Wirkung. Dieser Vorgang wurde erst Anfang 1998 weitgehend aufgeklärt.
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