![]() |
Windows Live® Suchergebnisse
Windows Live® Suchergebnisse KorkEnzyklopädieartikel
Kork, dicke Borke der immergrünen Korkeiche des Mittelmeergebiets; außerdem Bezeichnung für eine dünne Gewebeschicht auf Stämmen und Wurzeln der meisten holzigen Pflanzen. Kork ist ein elastisches, homogenes Material aus flachen, abgestorbenen Zellen mit einer fetthaltigen Substanz, die es fast völlig wasser- und gasundurchlässig macht. Die in Wäldern wachsenden Korkeichen können mehr als 30 Meter hoch werden, ihre durchschnittliche Höhe beträgt allerdings nur etwa neun Meter. Die Rinde der jungen Bäume wird zum ersten Mal geschält, wenn diese 15 bis 20 Jahre alt sind. Ihr Kork ist noch recht grob, aber die in Abständen von zehn Jahren folgenden Schälungen der reiferen Bäume liefern ein feiner strukturiertes Produkt. Eine Korkeiche kann mehr als 150 Jahre genutzt werden. Korkschäler bringen vorsichtig horizontale und vertikale Schnitte in die äußere Rinde, um diese ablösen zu können, ohne die lebende innere Rindenschicht zu verletzen. Man lässt die Borke einige Zeit ablagern, anschließend wird sie gekocht, um die Gerbsäure zu entfernen und den Kork geschmeidig zu machen. Die Eigenschaften von Kork sind seit Jahrtausenden bekannt. Jedoch wird dieses Material erst seit dem 16. Jahrhundert in größerem Rahmen genutzt: Zu dieser Zeit begann man, Kork als Verschlüsse für die neuen Glasflaschen zu verwenden. Mehr als 80 Prozent der weltweiten Korkproduktion entfallen auf Portugal und Spanien. Versuche, die Korkeiche in anderen Regionen der Erde einzubürgern, waren wenig erfolgreich. Außer zum Verschluss von Weinflaschen wird Kork u. a. zur Herstellung von Schuheinlagen, Schwimmwesten, Linoleum, Boden- und Wandfliesen verwendet. Polyurethan-Schaumstoffe, andere Kunststoffe und Schraubverschlüsse aus Aluminium haben Kork als Isolations- und Verschlussmaterial heute größtenteils ersetzt. Der World Wide Fund for Nature wies 2002 darauf hin, dass dies den weitgehenden Verlust der artenreichen Korkeichenwälder zur Folge haben könne: Wenn sich die Bewirtschaftung der Korkeichen nicht mehr lohne, würden sie durch Plantagen ersetzt. Systematische Einordnung: Die Korkeiche trägt den botanischen Namen Quercus suber.
© 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
© 2008 Microsoft
![]() ![]() |