Suche in Encarta
In Encarta suchen nach Mandschurei

Windows Live® Suchergebnisse

  • Mandschurei – Wikipedia

    Die Mandschurei / Man Zhou („zhou“ bedeutet „Land“) (chin.   滿洲  /  满洲, Mănzhōu „Land des Überflusses“), auch Manjurei, liegt im Nordosten der ...

  • Mandschurei-Krise – Wikipedia

    Die Mandschurei-Krise von 1931 bezeichnet eine Krise zwischen Japan und China im Vorfeld des zweiten japanisch-chinesischen Kriegs. Japan besetzte in Folge der Krise die ...

  • Der Krieg in der Mandschurei

    Japan behauptete, die Chinesen hätten die Eisenbahnlinie von Port Arthur nach Mukden (in der Mandschurei) sprengen wollen, und besetzen deshalb am 19.9.1931 die Stadt und ihre ...

Alle Suchergebnisse anzeigen:
Windows Live® Suchergebnisse

Mandschurei

Enzyklopädieartikel

Mandschurei (chinesisch Dongbei Pingyuan), Region im Nordosten von China, die die Provinzen Heilongjiang, Jilin und Liaoning umfasst. Der Name der Region leitet sich von dem tungusischen Volk der Mandschu her, wird aber in China aus historischen Gründen nicht verwendet. 1949 fiel die Mandschurei an China. Die wichtigsten Städte in der Mandschurei sind Mukden, Harbin, Luda, Fushun und Anshan.

Die zentrale Ebene ist allseits von hohen, dicht bewaldeten Gebirgszügen umschlossen, sie wird von den Flüssen Liao Ho und Sungari entwässert. Die landwirtschaftlichen Hauptprodukte sind Sorghum, Hirse, Sojabohnen, Mais und Weizen. Die Rohstoffvorkommen umfassen u. a. Kohle (vor allem in der Nähe von Fushun), Blei, Kupfer, Eisen, Bauxit und Molybdän.

Die Ebene wurde von zahlreichen kriegerischen Nomadenstämmen bewohnt.

Die Han-Dynastie (206 v. Chr. bis 220 n. Chr.) unterhielt in der Region Stützpunkte. Nach dem Verfall der Dynastie war nur noch die südliche Mandschurei unter chinesischer Kontrolle. Im 16. und 17. Jahrhundert wurden die verschiedenen Königreiche in dem Gebiet von den Mandschu geeinigt.

1644 übernahmen die Mandschu in China die Macht. Die Mandschu begründeten die Qing-Dynastie, die China bis 1912 regierte. Ständige Übergriffe der russischen Truppen an der Nordgrenze führten zu mehreren Abkommen zwischen China und Russland (1689, 1858 und 1860), in denen die Grenze entlang der Flüsse Amur und Ussuri festgelegt wurde.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts stellten die Chinesen ungefähr 80 Prozent aller Einwohner. Wegen der großen Rohstoffvorkommen in der Mandschurei kämpften China, Russland und Japan um die Herrschaft über das Gebiet. Nach der Niederlage Chinas im Chinesisch-Japanischen Krieg (1894 bis 1895) beherrschte Japan für kurze Zeit die Liaodong-Halbinsel. Von 1900 bis zu seiner Niederlage im Russisch-Japanischen Krieg (1904-1905) besetzte Russland die Mandschurei.

1931 marschierten die Japaner von ihrem Stützpunkt auf der Liaodong-Halbinsel aus in die Mandschurei ein und besetzten sie. 1933 annektierten sie die chinesische Provinz Jehol und schlossen sie an die Mandschurei an. Die Region wurde in Mandschukuo umbenannt und blieb bis 1945 unter japanischer Kontrolle. Die japanische Führung trieb die Industrialisierung des Gebiets voran, da es als Ausgangspunkt für weitere Militäraktionen dienen sollte. Nach der Niederlage Japans im 2. Weltkrieg wurde die Mandschurei von sowjetischen Truppen besetzt (1945-1946).

1949 wurden Teile der Mandschurei an die neu gegründete Autonome Region Innere Mongolei angeschlossen, das übrige Gebiet wurde in sechs Provinzen aufgeteilt. In den späten sechziger Jahren kam es entlang der Nordgrenze der Mandschurei zu mehreren Zusammenstößen zwischen sowjetischen und chinesischen Truppen. Die Fläche beträgt circa 777 000 Quadratkilometer, die Einwohnerzahl beträgt etwa 100 Millionen.

In diesem Artikel suchen
Druckerfreundliche Version der Seite
Versenden




© 2008 Microsoft