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Gartengestaltung, Bepflanzung umgrenzter Flächen und deren künstlerische Gestaltung unter Einbeziehung von Wegen, Teichen, Gebäuden und anderen Elementen. Im Gegensatz zur Gartengestaltung dienen Landwirtschaft und Gartenbau dem Anbau von Pflanzen im großen Maßstab zur Gewinnung von Nahrungsmitteln, für die Pflanzenzüchtung oder andere Zwecke. Die wissenschaftliche Erforschung der Pflanzen ist dagegen Aufgabe der Botanik. Hobbygärtner betreiben Gartengestaltung zur Erholung und als Freizeitbeschäftigung. Häufig dienen dabei Vorgehensweisen und Methoden aus dem gewerblichen Gartenbau als Vorbild, müssen jedoch an die meist kleineren Raumverhältnisse angepasst werden. Das Pflanzenmaterial sowie verschiedenste Geräte zur Anlage und Pflege von Gärten können von Gärtnereien und Baumschulen bezogen werden, doch kann man den Garten auch von einem Gartenarchitekten anlegen lassen. Zur Geschichte der Gartengestaltung und verschiedenen Formen heutiger Gärten siehe Landschaftsarchitektur. Welche Art von Garten man anlegen will, hängt außer von den jeweiligen Anbauverhältnissen vom individuellen Geschmack des Gärtners und dessen Vorlieben ab. Zu berücksichtigen sind insbesondere Bodentyp und Fruchtbarkeit des Bodens, Windverhältnisse und Sonneneinstrahlung, Luftverschmutzung (falls der Garten in der Nähe von Industrieanlagen oder an stark befahrenen Straßen liegt) sowie bereits vorhandene Bäume und Sträucher. Eine Rolle spielen außerdem die optische Wirkung, die erzielt werden soll, die zur Verfügung stehende Fläche, Größe und Form bestehender Gebäude, die Notwendigkeit, Wege oder Pfade anzulegen, das Bedürfnis nach Privatsphäre und Abgeschlossenheit sowie der Pflegeaufwand. Das lokale Klima bestimmt ganz wesentlich, welche Gewächse sich zur Bepflanzung eignen und sinnvoll sind (siehe Pflanzengeographie). Man kann eine Region nach den jeweiligen Durchschnittstemperaturen in verschiedene Zonen einteilen. Wesentlich sind dabei vor allem Temperaturminima, die bei der Auswahl von Pflanzen bezüglich ihrer Winterhärte berücksichtigt werden müssen (siehe Bodenbewirtschaftung; Deutschland: Klima).
Die im Text genannten Pflanzen finden sich jeweils unter einem eigenen Stichwort. Bäume und Sträucher stellen die langlebigen Bestandteile eines Gartens dar und bestimmmen dessen Aussehen und Charakter maßgeblich; sie sollten möglichst vor den kurzlebigeren Pflanzungen angelegt werden. Immergrüne Bäume und Sträucher (wie Kiefern, Fichten, Tannen, Wacholder, Hemlocktannen, Rhododendren und Stechpalmen) eignen sich gut, um einen ganzjährig grünen Hintergrund für Gärten zu schaffen. Häufig verwendet man bestimmte Gehölze vorwiegend wegen ihrer spektakulären Herbstfärbung. Besonders geeignet hierfür sind Ahorn, Judasbaum, Pappeln, Buchen und einige Eichen. Andere Bäume und Sträucher, wie Magnolie, Hartriegel oder Schneeball, sind wegen ihren attraktiven, schon im Frühling erscheinenden Blüten beliebt. Vorwiegend der Gesamtwirkung wegen pflanzt man in gemäßigten Breiten gern Weiden, Eichen, Tulpenbäume oder verschiedene Kiefern. In südlichen Ländern können dagegen ganz andere, frostempfindliche Arten, etwa Trompetenbäume, Zedern, Citrus- oder Eukalyptus-Arten gepflanzt werden. Der Großteil tropischer und subtropischer Bäume überlebt keine größeren Temperaturschwankungen. Sie sind daher für kühlere Regionen ungeeignet, außer wenn sie im Kübel gehalten und in einem Gewächshaus oder im Haus überwintert werden. Zierapfel, Robinie, Lederhülsenbaum, Weißdorn, Ginkgo und Platane sind sehr robust und auch für Gebiete mit hoher Luftverschmutzung geeignet. Bäume in Meeresnähe müssen unempfindlich gegen starken Wind und Salzwasser sein. Zu den wichtigsten Gartensträuchern zählen Spindelbaum, Geißblatt, Forsythie, Stechpalme, Rhododendron und Flieder. Rosengewächse mit ihren unzähligen Sorten und Wildarten bilden eine eigene Gruppe, für die von Liebhabern ganze Gartenpartien eigens angelegt werden. Viele andere Sträucher und Bäume, darunter Liguster, Stechpalme, Berberitze, Lebensbaum und Buchsbaum, können zu Hecken geschnitten werden und somit gut als Einfassung des Gartens oder bestimmter Gartenbereiche dienen sowie zum Verdecken unschöner Flächen, etwa des Hausfundaments.
Verschiedene Gartenelemente werden gewöhnlich durch eine einheitliche Rasenfläche miteinander verbunden. Ein Rasen wird aus mehreren Grasarten aufgebaut (siehe Gräser), die in einer Samenmischung enthalten sind. Darin sind stets sowohl ausläuferbildende als auch horstartig wachsende Gräser enthalten. Es gibt Rasenmischungen für die unterschiedlichsten Anforderungen, etwa für Rasenflächen im Schatten und in der Sonne, für stark beanspruchte Flächen, die häufig betreten werden, für trockene und feuchte Böden usw. Auch das Klima spielt eine wichtige Rolle für die Auswahl der Grasarten. Wichtige Rasenarten sind etwa Rotschwingel (Festuca rubra), Deutsches Weidelgras (Lolium perenne) und Wiesenrispengras (Poa pratensis). In heißen Ländern verwendet man dagegen andere Arten wie Bermudagras (Cynodon dactylon) oder Saint-Augustine-Gras (Stenotaphrum secundatum). Bodendeckende Pflanzen können als Grasersatz dienen. Sie müssen kaum gepflegt werden, verhindern eine Bodenerosion und bilden eine ausgezeichnete Unterpflanzung für Bäume und Sträucher. Niedrig wachsende Pflanzenarten wie Efeu, Ysander (siehe Buchsbaumgewächse), Immergrün, Zwergwacholder und Maiglöckchen sind typische Beispiele.
Begrenzte, meist lange und schmale Streifen, die mit einer Vielzahl verschiedener Gewächse bepflanzt werden, nennt man Rabatten, während unter Beet ganz allgemein eine abgegrenzte Pflanzfläche verstanden wird. Rabatten können aus ein- oder mehrjährigen krautigen Pflanzen (letztere heißen auch Stauden) sowie aus Sträuchern bestehen. Der wichtigste Gestaltungsgrundsatz bei der Anlage einer Rabatte ist die Harmonie von Farbe und Form. Meist strebt man durch geschickte Kombination zu verschiedenen Zeiten blühender Arten eine möglichst lange Blütezeit ohne größere Lücken an. Man unterscheidet gewöhnlich einerseits die Sommerblumenrabatten, die nur aus Einjährigen bestehen und häufig mehrfach im Jahr mit einer so genannten Wechselpflanzung versehen werden, sowie andererseits die Staudenrabatten, die vorwiegend mehrjährige Pflanzen enthalten. Einjährige Pflanzen (auch Sommerblumen genannt), die ihren Lebenszyklus in einer Wachstumsperiode vollenden, werden häufig als Füllpflanzen verwendet, um vorhandene Lücken zwischen mehrjährigen (ausdauernden) Arten zu schließen und um bestimmte Effekte zu erzielen. Viele Arten stammen aus tropischen Gebieten und bieten prächtige Farben, welche die meisten ausdauernden Arten nicht aufweisen. Zudem sind sie häufig gute Schnittblumen. Die überwiegende Zahl der Sommerblumen benötigt direkte Sonne an der Pflanzstelle und nährstoffreichen Boden. In kühleren Regionen werden auch manche mehrjährige Gewächse als Einjährige behandelt, meist weil sie zu wenig frosthart oder ohnehin kurzlebig sind. Beispiele sind Zinnie, Leberbalsam, Petunie, Nelke, Phlox und Schleierkraut. Zweijährige Arten sind Pflanzen, die zwei Jahre brauchen, um ihren Lebenszyklus zu durchlaufen. Sie blühen erst im zweiten Jahr nach der Aussaat. Man verwendet sie oft deshalb gern, weil sie schon im Frühsommer blühen, wenn die meisten mehrjährigen Pflanzen ihre Blütezeit noch vor sich haben. Vergissmeinnicht und Stockrosen zählen zu den beliebtesten zweijährigen Gartenblumen. Sträucher und vor allem große, auffällige und langlebige Stauden bilden das Rückgrat jeder Rabatte und jedes Beetes. Rittersporn, Phlox, Tränendes Herz oder Taglilie sind einige der wichtigsten Rabattenstauden. Niedrig wachsende, mehrjährige Arten – etwa Steinkraut, Schleifenblume oder Veilchen – benutzt man dagegen zur Einfassung von Blumenbeeten, Einfahrten, Wegen oder Rasenflächen sowie als Bodendecker. Narzissen, Tulpen, Krokusse, Hyazinthen, Lilien, Gladiolen und Dahlien zählen zu den Zwiebel- und Knollengewächsen, einer eigenen Gruppe von Stauden. Sie weisen eine längere Ruheperiode als die meisten Pflanzen auf und blühen häufig nur kurz, stellen zur Blütezeit jedoch einen auffälligen Höhepunkt jedes Gartens dar. Je nach Art blühen sie vom frühesten Frühling bis in den Herbst. Im Garten werden Zwiebel- und Knollengewächse üblicherweise in Beeten, Einfassungen oder zwischen Bodendeckern gepflanzt. Manche Arten, wie einige Narzissen und Krokusse, eignen sich auch zum Verwildern in wiesenartigen Gartenbereichen.
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