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Brunei

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Brunei (Flagge und Hymne)Brunei (Flagge und Hymne)
Artikelgliederung
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Verwaltung und Politik

Nach der Verfassung von 1959 (mit Änderungen 1984) liegt die Exekutive beim Ministerrat unter Vorsitz des Sultans von Brunei; der Premierminister ist dem Sultan verantwortlich. 1962 wurde der Ausnahmezustand verhängt, die Verfassung teilweise außer Kraft gesetzt und der 20 Mitglieder umfassende Gesetzgebende Rat (Parlament) aufgelöst. Seitdem herrscht der Sultan durch Dekrete. Beratende Funktionen haben religiöser Rat, Staatsrat und Erbfolgerat. Die Parteien sind seit 1988 verboten. Brunei gliedert sich verwaltungsmäßig in vier Distrikte.

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Wirtschaft

Hauptstützen der Wirtschaft Bruneis sind die Förderung von Erdöl und Erdgas sowie deren Verarbeitung. Rund 90 Prozent des gesamten Exportaufkommens entfallen auf Erdöl, Erdgas und Mineralölerzeugnisse. Die ersten Ölfelder wurden 1929 bei Seria entdeckt. Die Fördermengen lagen 1998 für Erdöl bei über 52 Millionen Barrel und für Erdgas bei über zehn Milliarden Kubikmeter. Andere Industriezweige nehmen eher eine untergeordnete Rolle ein. Das Sultanat importiert fast 95 Prozent aller benötigten Gebrauchsgüter. Der Arbeitsmarkt Bruneis weist sich durch einen hohen Anteil an Gastarbeitern aus (über 40 Prozent) – dies gilt besonders für die Baubranche. Mehr als die Hälfte aller Erwerbstätigen mit bruneiischer Staatsangehörigkeit ist beim Staat beschäftigt. Die Land- und Forstwirtschaft sowie die Hochseefischerei haben zunehmend geringere Bedeutung.

Das Verkehrsnetz umfasst 1 150 Kilometer Straßen (1999) und lediglich 19 Kilometer Eisenbahn. Die bedeutendsten Häfen sind Bandar Seri Begawan, Kuala Belait und Muara.

Die Währung von Brunei ist der Brunei-Dollar mit 100 Cents. Das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner lag 2006 bei rund 30 269,70 US-Dollar und damit an der Weltspitze. Der Sultan von Brunei gilt als eine der reichsten Privatpersonen der Welt.

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Geschichte

Im frühen 16. Jahrhundert war Brunei ein Sultanat mit nomineller Herrschaft über ganz Borneo und Teile der Sulu-Inseln, die heute zu den Philippinen gehören. Als erster Europäer gelangte 1521 der spanische Seefahrer Juan Sebastián Elcano nach Brunei. Daraufhin nahm nicht nur der Handel mit den Europäern rasch zu, sondern es mehrten sich auch die Piratenüberfälle. 1842 hatte der Sultan von Brunei dem britischen Armeeoffizier James Brooke das Gebiet von Sarawak überlassen. Dieser nahm den Titel eines Radschas (König) an und konnte sein Territorium auf Kosten das Sultans nach und nach erweitern.

Um 1847, als die Insel Labuan an Großbritannien abgetreten wurde, war Brunei schon fast auf seine heutige Größe reduziert. 1888 wurde das Restsultanat britisches Protektorat. Ab 1906 wurden auch die Regierungsgeschäfte von einem britischen Verwalter ausgeübt, obwohl der Sultan formal der Herrscher blieb. Von 1941 bis 1945 war Brunei von den Japanern besetzt. 1979 schlossen die britische Regierung und der 1967 gekrönte, als Staats- und Regierungschef fungierende Sultan Haji Hassan al-Bolkiah ein Abkommen, dem zufolge Brunei zum 1. Januar 1984 ein unabhängiger Staat wurde. Im August 1998 setzte der Sultan von Brunei seinen ältesten Sohn Prinz al-Muhtadee Billah als Kronprinzen ein.

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