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Windows Live® Suchergebnisse Hank WilliamsEnzyklopädieartikel
Hank Williams, eigentlich Hiriam King Williams, (1923-1953), amerikanischer Sänger und Songwriter. Er gilt als einer der größten Country-und Westernmusiker aller Zeiten. Williams wurde am 17. September 1923 in Mount Olive (Alabama) geboren. Ein bekanntes Vorbild des Autodidakten, der bereits als Jugendlicher eigene Lieder schrieb, war der Bluesmusiker Rufus „Tee Tot” Payne. Mit 14 Jahren trat Williams als „The Singing Kid” im Radio auf und gründete mit Smith „Hezzy” Adair die Band The Drifting Cowboys. Seine erste Single I’m Not Coming Home Anymore nahm er 1942 auf – zu einer Zeit, in der er seinen Lebensunterhalt als Gelegenheitsarbeiter verdiente. Vier Jahre später zog er nach Nashville, wo er vom Songschreiber und Produzenten Fred Rose unter Vertrag genommen wurde. Schnell machte er sich dort vor allem durch Kompositionen für andere Künstler einen Namen und erreichte 1947 mit Move It On Over erstmals die Top Ten der Country-Charts. 1949 gelang Williams der endgültige Aufstieg zum unumstrittenen Superstar der Country- und Westernszene. Mit Lovesick Blues gelang ihm sein erster Nummer-1-Hit, und im Juni hatte er den ersten von vielen umjubelten Auftritten im Grand Ole Opry, dem wichtigsten Konzertsaal in Nashville. In den folgenden Jahren nahm er zahlreiche, heute als Klassiker geltende Lieder wie Cold Cold Heart (1950), Hey Good Lookin’ (1951), Jambalaya (1952) und I’ll Never Get out of This World Alive (1952) auf. Zeitgleich mit seinem rasanten Aufstieg begann jedoch auch sein körperlicher Verfall. Williams verlor die Kontrolle über seinen schon jahrelang überhöhten Alkohol- und Tablettenkonsum und kam wiederholt aufgrund von Alkoholvergiftungen in medizinische Behandlung. Er starb am 1. Januar 1953 bei Oak Hill (West Virginia) an alkoholbedingtem Herzversagen. Bereits zu Lebzeiten hatte Hank Williams durch seine eingängigen, vom Blues beeinflussten Lieder, seinen individuellen Gesang und sein charakteristisches Jodeln die bis dahin als „Hillbilly” oder „Honky Tonk” bezeichnete Musik landesweit überaus populär gemacht. Seine Lieder trafen den Nerv einer Zeit, in der sich die Vereinigten Staaten nach dem 2. Weltkrieg in der Rolle der Führungsmacht der westlichen Welt wiederfanden und eine Rückbesinnung auf typisch amerikanische Werte und Kulturmerkmale stattfand. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern besang Williams jedoch nicht die landschaftliche Schönheit der Südstaaten oder beschwor eine Cowboy- oder Wildwestromantik. Seine zumeist sehr persönlichen Texte handelten vielmehr von Stimmungen, Erfahrungen und Gefühlen und waren nicht selten voller Ironie und schwarzem Humor. Seine Leidenschaft für den Blues äußerte sich u. a. darin, dass er unter dem Künstlernamen „Luke the Drifter” mehrere Blueslieder aufnahm.
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