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  • Beutelratten – Wikipedia

    Die Beutelratten bilden zusammen mit den Mausopossums die Überordnung der Ameridelphia, die bis auf die Chiloé-Beutelratte alle Beutelsäuger des amerikanischen Kontinents umfassen.

  • Beutelratte

    Schon weit über 100 Jahre als ist dieses Präparat einer südamerikanischen Vieraugen-Beutelratte.

  • Hausspitzmaus-Beutelratte

    Kurze Infos über Verbreitung, Lebensweise, Fortpflanzung und Besonderheiten dieser kleinen Nager, Initiative vom Schulzoo Leibzig.

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Beutelratten

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NordopossumNordopossum

Beutelratten, Familie der Beuteltiere mit 76 Arten, die nur in Amerika vorkommen.

Beutelratten können Kopfrumpflängen von 8 bis über 50 Zentimeter erreichen, der Schwanz ist etwa ebenso lang. Die größte Spezies ist das Nordopossum, Männchen dieser Art werden bis fünfeinhalb Kilogramm schwer. Die kleinste Art, die Haus-Spitzmausbeutelratte, wiegt nur 50 bis 75 Gramm. Beutelratten bewohnen vorwiegend Wälder und Parklandschaften, vor allem in Süd- und Mittelamerika. Sie sind meist Baumbewohner, manche Arten halten sich jedoch am Boden auf. Der Schwimmbeutler aus Südamerika lebt aquatisch; er hat Schwimmhäute an den hinteren Füßen. Beutelratten sind zumeist Allesfresser, Opossums fressen u. a. Kleinsäuger, Vögel, Schlangen, Insekten, Regenwürmer, Früchte und Aas. Die Arten der Familie sind dämmerungs- und nachtaktiv, den Tag verschlafen sie z. B. in einem Bau.

Die Gattung Opossum besteht aus drei Arten: Nordopossum (Nord- und Mittelamerika), Zentralamerikanisches Opossum (Mittel- und Südamerika) und Südopossum (Südamerika). Die Vorderfüße der Opossums haben fünf mit Krallen versehene Zehen; an den Hinterfüßen tragen nur die vier äußeren Zehen Krallen. Die innere nagellose Zehe kann wie ein Daumen den anderen Zehen gegenübergestellt werden. Opossums sind Einzelgänger, bei Gefahr können sie einen Totstellreflex zeigen (Akinese). Das Nordopossum kommt im gesamten Osten der USA und teilweise auch in den westlichen Staaten vor, im Norden seines Verbreitungsgebiets erreicht es Kanada. Es hat lange, glatte, weiße Deckhaare und ein weiches, wolliges Unterfell. Das Gesicht ist spitz und schlank, die Ohren sind groß, breit und nackt. Nordopossums werden gegessen und gelten in den Südstaaten als Delikatesse. Früher hatte Opossumfell einen wirtschaftlichen Wert, doch wird es heute nur noch selten vermarktet.

Die meisten Beutelratten besitzen den für Beuteltiere charakteristischen Bauchbeutel, der auch als Bruttasche bezeichnet wird. Bei einigen südamerikanischen Arten ist er allerdings nur rudimentär entwickelt oder fehlt ganz. Ein Weibchen hat 5 bis 27 Zitzen. Die Tragzeit beträgt bei Opossums etwa 13 Tage, pro Wurf werden 4 bis 24 Junge geboren. Bei hoher Jungenzahl überlebt nur ein Teil, insbesondere wenn mehr Junge geboren werden als Zitzen vorhanden sind. Die winzigen Neugeborenen sind wenig entwickelt: Sie sind beim Nordopossum etwa einen Zentimeter groß und ein zehntel Gramm schwer; neugeborene Spitzmausbeutelratten sind nicht größer als ein Reiskorn. Rund zwei Monate verbringen die Jungen an den Zitzen festgesaugt, bevor sie umherlaufen können. Bei Arten ohne Beutel hängen die Jungen zunächst frei zwischen den Hinterbeinen des Weibchens und werden später auf deren Rücken umhergetragen.

Die einzige weitere amerikanische Beuteltierfamilie sind die spitzmausähnlichen südamerikanischen Opossummäuse. Die wenig spezialisierten Beutelratten und Opossummäuse konnten sich im Gegensatz zu den australischen Beuteltieren im Lauf der Evolution an die Konkurrenz durch höhere Säugetiere (Plazentatiere) anpassen und haben sich bis heute gegen diese behauptet.

Systematische Einordnung: Beutelratten bilden die Familie Didelphidae der Ordnung Marsupialia, Opossums bilden die Gattung Didelphis. Das Nordopossum wird zoologisch Didelphis virginiana genannt, das Zentralamerikanische Opossum Didelphis marsupialis und das Südopossum Didelphis albiventris. Die Haus-Spitzmausbeutelratte heißt Monodelphis domestica und der Schwimmbeutler Chironectes minimus. Opossummäuse bilden die Familie Caenolestidae.

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