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Windows Live® Suchergebnisse BußsakramentEnzyklopädieartikel
Bußsakrament, Sakrament der römisch-katholischen Kirche, der orthodoxen und anderen Ostkirchen, durch das der Gläubige von seinen Sünden freigesprochen wird. Das Bußsakrament, auch als Sakrament der Wiederversöhnung bezeichnet, ist ein Ritual zur Vergebung von Sünden, die nach der Taufe begangen wurden. Das Sakrament soll nach gläubigem Verständnis von Christus selber eingesetzt worden sein (Neues Testament, Matthäus 16, 19; 18, 18; Johannes 20, 22-23). Der Beichtende muss Reue zeigen (tiefes, aufrichtiges Bedauern der eigenen Sünden) und die ihm auferlegte Buße (Gebete oder Bußwerke) annehmen. Das Sakrament kann individuell empfangen oder in einer kollektiven Bußfeier vollzogen werden. Obwohl das Bußsakrament eine lange Tradition besitzt, wurde es in der frühen Kirche nicht so häufig gespendet wie heute. Dafür wurde dem Gläubigen jedoch eine strenge Bußdisziplin abverlangt. Bei der Ohrenbeichte betritt der Bußwillige den Beichtstuhl, wo er kniend oder sitzend dem Priester mitteilt, wann er das letztemal gebeichtet hat. Dann bekennt er alle Sünden, die er seit seiner letzten Beichte begangen hat und drückt seine Reue und seine Bereitschaft zur Buße aus. Der Priester gibt geistliche Ratschläge, ehe er mit dem Beichtenden über die sakramentale Bußauflage spricht, die für seine Sünden angemessen erscheint. Dies können Gebete sein oder eine ganz bestimmte Wiedergutmachung (z. B. die Rückgabe der gestohlenen Sache im Falle eines Diebstahles). Der Priester spricht darauf die Worte der Absolution und entlässt den Beichtenden.
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