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  • Plotin – Wikipedia

    Plotin (griechisch Πλωτίνος oder Πλωτῖνος/ Plōtinos, * um 205 in Lykonpolis (heute Assiut) in Ägypten; † um 270 in Minturnae, Kampanien) war ein griechischer ...

  • Peter Möller - Plotin

    Plotin Neuplatonismus ... Plotin Plotin im Internet. Links zu Plotin (Englisch) Allgemeines: Plotin (205 - 270).

  • PLOTIN, griech. PLOTINOS

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Plotin

Enzyklopädieartikel

Plotin (205-270 n. Chr.), griechischer Philosoph, Begründer des Neuplatonismus. Plotin wurde in Lykonpolis (heute Assiut, Ägypten) geboren. Er war in Alexandria zehn Jahre lang Schüler des Philosophen Ammonius Sakkas und ging etwa 244 nach Rom, wo er eine eigene Schule gründete. Plotin lehrte pythagoreisches und platonisches Gedankengut. Er hatte eine große Wirkung auf seine Zuhörer, so dass einige ihre Sklaven frei ließen, ihr Vermögen den Armen gaben und in Askese lebten. Im Alter von 60 Jahren plante Plotin mit der Erlaubnis des römischen Kaisers Gallienus die Gründung eines Gemeinwesens nach dem Vorbild von Platons Staat (Politeia). Der Plan scheiterte jedoch am Widerstand von Gallienus’ Beratern. Plotin lehrte und schrieb bis zu seinem Tod. Sein Werk besteht aus 54 in griechisch verfassten Abhandlungen, den Enneaden. Diese bestehen aus sechs Gruppen von je neun Abhandlungen, deren Anordnung auf seinen Schüler Porphyrios zurückgeht, der die Schriften ordnete und aufschrieb.

Plotins philosophisches System geht auf Platons Ideenlehre zurück. Im Unterschied jedoch zu Platon, der die Ideen für ein Zwischenglied und Verbindungsmittel zwischen einer Gottheit und der materiellen Welt hält, geht Plotin von der Emanation aus. Er lehrt das Hervorgehen alles Seienden aus dem Absoluten, das er das Eine nennt. Dieser Prozess vollzieht sich in mehreren Stufen: Als Erstes geht aus dem Nous, der reinen Vernunft, die Seele der Welt hervor. Aus dieser entwickeln sich wiederum die Seele der Menschen und der Tiere. Am Ende entsteht die Materie. Der Mensch gehört demnach zu zwei verschiedenen Welten: der Sinneswelt und der Welt der reinen Vernunft. Insofern die Materie als Ursache allen Übels betrachtet wird, besteht das Ziel des Lebens darin, die Sinnenwelt, d. h. die materielle Welt, zu überwinden. Die Menschen sollten alle weltlichen Bedürfnisse ablegen und sich durch Reinigung und Meditation allmählich zur intuitiven Einsicht des Nous erheben, bis sie schließlich eine ekstatische Vereinigung mit dem Einen, d. h. mit Gott, erreichen. Plotin selbst behauptete, im Lauf seines Lebens mehrere Male die mystische Erfahrung der Vereinigung mit Gott gemacht zu haben (siehe Mystik).

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