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Windows Live® Suchergebnisse CaracasEnzyklopädieartikel
Caracas, Hauptstadt und bedeutendste Stadt von Venezuela, im Norden des Landes nahe dem karibischen Hafen La Guaira gelegen. Das in 920 Meter Höhe gelegene Caracas ist das Finanz-, Wirtschafts- und Industriezentrum Venezuelas. Die Stadt liegt in einem schmalen, lang gestreckten Tal der nördlichen Küstenkordillere; sie ist eine der modernsten Städte in Südamerika und die größte Stadt von Venezuela. Die bedeutendsten Industriezweige von Caracas sind Textil-, Leder-, Maschinen- und Metallindustrie, chemische Industrie, Nahrungsmittelindustrie sowie Erdölraffinerien. Caracas ist zudem das kulturelle Zentrum von Venezuela; in der Stadt gibt es sieben Universitäten, zahlreiche Museen, u. a. das Museum für zeitgenössische Kunst, und Theater. Die so genannte Universitätsstadt wurde im Jahr 2000 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Caracas wurde 1567 von den Spaniern gegründet. Trotz zahlreicher Rückschläge wie etwa die schweren Erdbeben von 1755 und 1812 entwickelte sich die Stadt zu einer der wohlhabendsten Kolonialstädte Südamerikas. 1725 wurde die erste Universität der Stadt gegründet, und von 1731 bis 1810 war die Stadt Sitz der spanischen Verwaltung der Provinz Caracas. 1810 erhob sich die Stadt unter der Führung von Simón Bolívar, der in Caracas geboren wurde, gegen die spanische Kolonialherrschaft; in der Folge war die Stadt eines der Zentren im südamerikanischen Unabhängigkeitskampf gegen Spanien. Nach einem entscheidenden Sieg Bolívars gegen die Spanier erhielt Venezuela 1821 die Unabhängigkeit, und 1831 wurde Caracas Hauptstadt von Venezuela. Die wirtschaftliche Entwicklung ging zunächst nur langsam voran; nach der Entdeckung von Erdölvorkommen nahe der Stadt 1917 nahm sie jedoch einen rasanten Aufschwung. Das Centro Símon Bolívar, das sich mit seinen beiden gewaltigen Türmen über die Skyline der Stadt erhebt, symbolisiert diesen Aufschwung. Trotz des Ölbooms und des immensen Wachstums der Stadt in der jüngsten Vergangenheit hat Caracas seine historischen Wurzeln bewahrt, wenngleich infolge der zahlreichen Erdbeben nur wenig von der ursprünglichen Kolonialarchitektur erhalten ist. Das Zentrum von Caracas ist nach wie vor die Plaza Bolívar, die Keimzelle der Stadt, die von einem bronzenen Reiterstandbild Simón Bolívars dominiert wird. Nahebei befinden sich die 1614 erbaute, später barockisierte Kathedrale sowie das Pantheón Nacional mit dem Grab Símon Bolívars. Die Einwohnerzahl beträgt etwa 2,09 Millionen (2007).
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