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Bingo

Enzyklopädieartikel

Bingo, weit verbreitetes, dem Lotto ähnliches Glücksspiel, an dem beliebig viele Spieler teilnehmen können. Jeder Spieler erwirbt vor Beginn des Spieles eine oder mehrere quadratische Zahlentafeln, die je nach Variante 9, 16 oder 25 nummerierte Felder enthalten. Das Ziel des Spieles ist es, vor den anderen Spielern eine Zahlenreihe auf einer Tafel mit Spielmarken zu belegen.

Ein Spieler übernimmt die Spielleitung. Er hat einen Satz Kugeln, die von 1 bis 75 nummeriert sind und die er nacheinander aus einer Vorrichtung zieht. Dabei ruft er die gezogene Zahl. Die Spieler, die diese Zahl auf ihrer Karte (oder ihren Karten) haben, dürfen sie mit einer Spielmarke belegen. Der Spielleiter notiert die bekannt gegebenen Zahlen auf einer für alle Spieler sichtbaren Liste. Sobald ein Spieler eine vertikale oder horizontale Zahlenreihe mit Spielmarken belegt hat, ruft er „Bingo”. Je nach Spielart können die Reihen auch diagonal belegt werden. Die so belegten Zahlen werden dann mit der Liste verglichen, um die Richtigkeit des Ausrufs zu überprüfen.

Der Gewinner erhält die Gesamtsumme aller Wetteinsätze. Rufen mehrere Spieler „Bingo”, wird der Pott aufgeteilt.

Das Spiel entwickelte sich in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts aus dem Lotto. Es geht vermutlich zurück auf ein italienisches Spiel aus dem 17. Jahrhundert namens Tumbule.

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