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Windows Live® Suchergebnisse CelébesEnzyklopädieartikel
Celébes (indonesisch Sulawesi), Insel im Osten Indonesiens, eine der Großen Sunda-Inseln und eine der größeren Inseln des Malaiischen Archipels. Die Insel liegt auf dem Äquator, östlich von Borneo und westlich der Molukken. Celébes besteht im Wesentlichen aus vier in einem zentralen Bergland zusammenhängenden Halbinseln, die durch tiefe Schluchten voneinander getrennt sind, wobei sich zwei der Halbinseln nach Süden und zwei nach Norden erstrecken. Durch diese Form ist die Küstenlinie der Insel ungefähr 5 630 Kilometer lang, die Gesamtfläche beträgt 189 040 Quadratkilometer. Die Insel besteht, abgesehen von einem schmalen Küstenstreifen, aus einem stark zertalten Bergland, dessen höchste Erhebung 3 458 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Geologisch wird Celébes vor allem aus kristallinen Gesteinen aufgebaut. Am östlichen Ende der nördlichen Halbinsel befinden sich einige aktive Vulkane. Da Celébes in einer tektonisch überaus labilen Zone liegt, ereignen sich von Zeit zu Zeit auch Erdbeben, wie zuletzt im November 1998. Längster Fluss der Insel ist der Sadang, der von kleinen Booten befahren werden kann. Die ganzjährig sehr ergiebigen Niederschläge erreichen bis zu 5 000 Millimeter. Das tropische Klima wird durch das Bergland etwas abgeschwächt. Zu den seltenen Tieren der Insel gehören der Hirscheber mit besonders großen oberen Eckzähnen, die fast die Stirn berühren, sowie der Anoa (siehe Büffel). Der größte Teil der Insel ist von tropischem Regenwald bedeckt. In den Wäldern kommen Eichen, Teakholzbäume, Palmen, Zedern und Bambus vor. Der Brandrodung ist vor allem im Süden der Insel Urwald zum Opfer gefallen, das Brachland wird dort von Gras und Sträuchern bedeckt. Zum Teil führte die Entwaldung zu Landschaftszerstörungen durch Erosion. Angebaut werden Gewürznelken, Muskatnüsse, Gewürze, tropische Früchte, Getreide, Reis, Tabak und Zucker. Die Kaffee-Ernte ist nicht reich, aber von höchster Qualität. Zu den Bodenschätzen gehören in erster Linie Nickel und Eisen, ferner Gold, Kupfer, Zinn, Schwefel, Asphalt und Diamanten. Zu den Haupthandelsgütern gehören Kaffee, Gewürze, Kopra (siehe Kokospalme), Kokosnüsse und Trepang, eine essbare Seegurke. Im Jahr 1512 haben Portugiesen die Insel zum ersten Mal gesichtet und Handelsstützpunkte gegründet. Seit 1607 haben die Holländer nach und nach die Vorherrschaft erlangt, doch gelang es ihnen erst im 19. Jahrhundert, alle Verwaltungsbezirke unter ihrer Kontrolle zu halten. Unter den Holländern war die Insel eine wichtige Provinz des Niederländisch-Ostindischen Archipels. Der Amtssitz lag in Manado im Norden. Die Hauptstadt von Celébes und der wichtigste Hafen der Insel war Makassar, das sich auf der gleichnamigen Halbinsel in der Meerenge von Makassar befindet. Manado liegt im Norden der Manado-Halbinsel in der Celébessee. Im 2. Weltkrieg hielten die Japaner die Insel von 1942 bis 1945 besetzt. 1946 wurde Celébes ein Teil der Republik Indonesien. Die Einwohnerzahl der Insel beträgt etwa 12 525 000.
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