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PakistanEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Fast 100 Prozent der Bevölkerung bekennen sich zum Islam, rund 90 Prozent davon sind sunnitische, der Rest schiitische Muslime. Hindus und Christen bilden religiöse Minderheiten. Daneben gibt es Sikhs, Parsen und eine kleine Zahl Buddhisten. Die Verfassung definiert Pakistan als islamische Nation; seit den Verfassungsänderungen von 1986 und 1991 ist die islamische Scharia oberste Rechtsquelle. Die Verfassung garantiert jedoch Glaubensfreiheit.
Weltliche Feiertage sind der Pakistan-Tag (23. März), der Tag der Arbeit (1. Mai), der Unabhängigkeitstag (14. August), der Tag der Verteidigung Pakistans (6. September), der Todestag des Staatsgründers Quaid-e-Azam (11. September), der Tag des Allama Iqbal (9. November) und der Geburtstag von Quaid-e-Azam (25. Dezember). Die islamischen Feiertage richten sich nach dem Mondkalender und fallen jedes Jahr auf einen anderen Tag. Zu den wichtigsten gehören: Eid-al-Fitr, das Dreitagefest am Ende des Monats Ramzan (Ramadan), Eid-al-Azha (Opferfest), das Abrahams Bereitschaft gedenkt, seinen Sohn zu opfern, sowie die Pilgerfahrt (Haj) nach Mekka und schließlich Eid-i-Milad-un-Nabi, der Geburtstag des Propheten Mohammed.
Die Gesundheitsfürsorge funktioniert in Pakistan wegen fehlender Finanzmittel und medizinischer Einrichtungen nur eingeschränkt, vor allem in ländlichen Gebieten. Auf einen Arzt kommen 1 353 Einwohner (2004), die Kindersterblichkeitsrate beträgt 67 Sterbefälle pro 1 000 Lebendgeburten (2008). 1976 wurde eine Altersversorgung eingeführt, die durch staatliche Fonds finanziert wird, aber nur relativ wenige Pakistanis sind dadurch im Alter abgesichert. Die Arbeitslosenquote beträgt 7,7 Prozent (2004).
Als muslimische Nation ist Pakistan stark von der Kultur und den Traditionen des Islam geprägt.
47,4 Prozent der erwachsenen Pakistanis können lesen und schreiben. Laut Verfassung besteht eine allgemeine Schulpflicht von drei Jahren, doch besuchen tatsächlich weniger als die Hälfte der fünf- bis neunjährigen Kinder eine Schule. Alphabetisierungskampagnen für Erwachsene spielen eine große Rolle im Kampf gegen das Analphabetentum. Zunehmende Bedeutung können religiös orientierte Schulen für sich in Anspruch nehmen. Die großstädtischen Eliten lassen ihren Nachwuchs bevorzugt an privaten Colleges ausbilden. Etwa 2 Prozent des Bruttosozialprodukts fließen in den Erziehungssektor. Pakistan hat 24 staatliche Universitäten und Hochschulen, die teilweise bereits Ende des 19. Jahrhunderts gegründet wurden, außerdem drei private Universitäten. Zu den führenden universitären Einrichtungen Pakistans zählen die Universität Karachi (gegründet 1951), die Universität von Punjab (gegründet 1882) in Lahore, die Universität Peshawar (gegründet 1950), die Universität des Sind (gegründet 1947) in Dadu und die landwirtschaftliche Hochschule (gegründet 1909) in Faisalabad. Die staatlichen Hochschulen werden finanziell kaum unterstützt, Ausnahmen gelten nur für wenige Institute mit vorwiegend technologischer Ausrichtung.
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