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  • Pakistan – Wikipedia

    Pakistan (Urdu:  پاکستان ‎; amtlich: Islamische Republik Pakistan) ist ein Staat in Südasien. Er grenzt an den Iran, Afghanistan, China sowie an Indien.

  • Pakistan - Atomstaat in der Krise | ZEIT online

    Pakistan - Der Präsident hat den Ausnahmezustand verhängt, die Opposition ruft zum Widerstand. Gerät das Land in die Hände von Islamisten? Analysen und Hintergründe

  • Pakistan - Lexikon

    Lexikon: Pakistan. Fläche 796.095 km 2 (Weltrang: 35) Einwohner 155.772.000 = 196 je km 2 (Stand 2005, Weltrang: 6) Hauptstadt Islamabad (Islamabad) Amtssprachen

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Pakistan

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Pakistan (Flagge und Hymne)Pakistan (Flagge und Hymne)
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5.3

Judikative

Das höchste Gericht in Pakistan ist der Oberste Gerichtshof. An der Spitze jeder Provinz steht ein Hochgericht. Ferner wurde ein islamisches Gericht (Scharia-Gerichtshof des Bundes) etabliert, das darüber entscheidet, ob die Gesetzgebung den Vorschriften des Islam widerspricht oder nicht. Seit 1991 ist ein Gesetz in Kraft, dem zufolge das Strafrecht mit der Scharia übereinstimmen muss. 1992 wurde die 1986 abgeschaffte Todesstrafe wieder eingeführt. Im Januar 2000 wurde die Justiz der seit dem Putsch vom Oktober 1999 amtierenden Militärregierung unterstellt.

5.4

Kommunalverwaltung

Pakistan gliedert sich in vier Provinzen – Belutschistan, North-West Frontier Province (Nordwestliche Grenzprovinz), Punjab und Sind –, den Hauptstadtbezirk Islamabad sowie die der Zentralregierung direkt unterstehenden Stammesgebiete entlang der nordwestlichen Grenze zu Afghanistan. Den Provinzgouverneuren, die der Staatspräsident selbst ernennt, stehen gewählte Regionalversammlungen zur Seite. Die Provinzen sind nochmals in 50 Distrikte und so genannte Agencies (in den Stammesgebieten) unterteilt. Die Stammesgebiete – Khyber, Kurram, Malakand, Mohmand, Nord- und Südwaziristan – werden offiziell von politischen Vertretern regiert, die der Zentralregierung verantwortlich sind. In diesen Gebieten haben die pakistanischen Gesetze keine Gültigkeit, vielmehr werden sie nach Stammesrecht regiert.

Azad Kashmir, der westliche Teil von Kaschmir, der von Pakistan kontrolliert wird, hat seine eigene Regierung, einen eigenen Präsidenten, Premierminister und eigene Gerichte. Der nördliche Teil – Gilgit, Diamir und Baltistan – untersteht direkt der Zentralregierung.

5.5

Politik

Unter dem Kriegsrecht (1977-1985) wurden politische Parteien zuerst rigoros eingeschränkt und 1979 ganz verboten. 1985 durften sie ihre politische Arbeit wieder aufnehmen. Die dominierenden Parteien seither sind die linksgerichtete Pakistan People’s Party (PPP, Pakistanische Volkspartei) und die Muslim-Liga (PML, Pakistan Muslim League). Die PPP war in den sechziger Jahren von Zulfikar Ali Khan Bhutto gegründet worden und vor der Zeit des Kriegsrechtes die einflussreichste Partei im Land gewesen. Nach Zulfikars Tod wurde die Partei von seiner Tochter Benazir Bhutto geführt. Die PML spaltete sich 2001 in zwei Parteien: in die dem Präsidenten Pervez Musharraf nahestehende Pakistan Muslim League Quaid-e-Azam (PML-Q) und die Pakistan Muslim League – Nawaz (PML-N) des von Musharraf gestürzten ehemaligen Ministerpräsidenten Nawaz Sharif. Von Bedeutung ist außerdem das Bündnis religiöser Parteien Muttahida Majlis-e-Amal (MMA).

5.6

Verteidigung

Pakistan hat eine Freiwilligenarmee. Die Streitkräfte verfügen über 619 000 Soldaten, wovon der Armee 550 000 Mann, der Luftwaffe 45 000 Mann und der Marine 24 000 Mann angehören.

6

Wirtschaft

Im internationalen Vergleich gehört Pakistan zu den Ländern mit niedrigem Einkommen. Die Wirtschaft des Landes leidet trotz verschiedener Reformbestrebungen unter Strukturproblemen. Ein wichtiges Standbein der Wirtschaft ist die Landwirtschaft, insbesondere der Anbau von Baumwolle. Der Handel mit Baumwolle befindet sich noch weitgehend in staatlicher Hand. Ein Großteil der produzierten Baumwolle und der Produkte der einheimischen Textil- und Bekleidungsindustrie gehen in den Export; ebenfalls von Bedeutung ist der Export von Reis. Dagegen muss Pakistan Maschinen und Chemikalien (Düngemittel, Pflanzenschutzmittel) sowie in umfangreichem Maß Erdöl und -produkte einführen. Pakistan erhält beträchtliche Wirtschaftshilfe von ausländischen Staaten und von internationalen Organisationen. Das Land ist Mitglied u. a. der Weltbank, des Internationalen Währungsfonds und der Welthandelsorganisation (WTO).

Pakistan investiert viel Geld in den Ausbau des Rüstungssektors (die Ausgaben für Verteidigungszwecke beliefen sich 2002 auf 18,03 Prozent der gesamten Staatsausgaben). Aufgrund seiner Atomtests im Mai 1998 wurde das Land seitens der USA 1998 mit einem Handelsembargo belegt. Zusätzlich blockierte der Internationale Währungsfonds Kreditauszahlungen, wodurch Pakistan an den Rand eines Staatsbankrotts geriet. Erst nach einer Lockerung des Embargos Anfang 1999 und Nachverhandlungen mit dem IWF entspannte sich die Lage langsam. Mit Hilfe eines einschneidenden Reformprogramms versuchte Pakistan seine Wirtschaft wiederzubeleben.

2006 betrug das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 127 Milliarden US-Dollar (Dienstleistungen 53,4 Prozent, Industrie 27,2 Prozent, Landwirtschaft 19,4 Prozent); das BIP pro Kopf lag bei 797,70 US-Dollar. Im Dienstleistungssektor sind 37 Prozent der Erwerbstätigen beschäftigt, in der Industrie 21 Prozent.

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