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Glasgow

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Glasgows architektonisches ErbeGlasgows architektonisches Erbe

Glasgow, Stadt am Fluss Clyde in Westschottland und Verwaltungssitz der Region Strathclyde. Glasgow ist die größte Stadt und das wichtigste Industriezentrum Schottlands mit einem modernen Hafen. Wichtige Importwaren sind u. a. Erdöl, Getreide und Schnittholz. Exportgüter sind weitestgehend Erzeugnisse der Fertigungsindustrie. Die Stadt liegt in der Nähe bedeutender Kohlefelder und ist ein Zentrum der Stahlerzeugung. Weitere Industriezweige sind der Schiffbau und das Druckereiwesen sowie die Herstellung von Textilien, Teppichen, Flugzeugmotoren, elektronischen Geräten, chemischen Produkten, alkoholischen Getränken und Lebensmittelkonserven.

Vergleichsweise wenige Gebäude Glasgows stammen aus der Zeit vor dem 18. Jahrhundert. Die bekanntesten sind die Saint Mungo’s Cathedral (begonnen um 1136 und in der Mitte des 15. Jahrhunderts vollendet) und Provand’s Lordship (erbaut 1471), das älteste Haus der Stadt. In Glasgow befinden sich die Universität Glasgow (1451), die Universität von Strathclyde (1796), die Royal Scottish Academy of Music and Drama (1847), die Glasgow School of Art (1845) und mehrere technische Hochschulen. Sehenswert sind das Hunterian Museum (1807), der Botanische Garten und ein Zoo.

Glasgow entstand um eine Kirche herum, die in der Mitte des 6. Jahrhunderts von Saint Kentigern (auch Saint Mungo genannt) gebaut wurde, der die Schotten zum Christentum bekehrt hatte. Das große Wirtschaftswachstum der Gemeinde geht auf die Vereinigung Schottlands mit England 1707 zurück. Glasgow hatte einen großen Anteil am Handel mit Amerika und wurde ein Zentrum des Tabakhandels. Der Fluss wurde ausgebaggert, damit er von Hochseeschiffen befahren werden konnte. Als Folge des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges hörte der Tabakhandel auf und wurde später von der Baumwollstoffherstellung und dem Zuckerhandel mit den Westindischen Inseln abgelöst. Anfang des 19. Jahrhunderts begann Glasgow, sich zu einem wichtigen Eisenverhüttungs- und Schiffbauzentrum zu entwickeln. Im 2. Weltkrieg wurde die Stadt durch Bombenabwürfe der Deutschen beschädigt. Seit dem Krieg wurden große Projekte zur Beseitigung der Elendsviertel und zur Stadtsanierung durchgeführt. Die Einwohnerzahl beträgt etwa 579 000 (2001).

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