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Serbien (serbokroatisch Srbija), Republik in Südosteuropa. Zusammen mit Montenegro bildete Serbien bis 2006 den Staatenbund Serbien und Montenegro (seit 2003) bzw. die Bundesrepublik Jugoslawien (1992-2003) und gehörte davor seit 1918 dem Königreich bzw. der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien an. Serbien grenzt im Norden an Ungarn, im Osten an Rumänien und Bulgarien, im Süden an die Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien, im Südwesten an Albanien, im Westen an Montenegro und Bosnien und Herzegowina und im Nordwesten an Kroatien. Die ehemals autonome, vor allem von Albanern bewohnte Provinz Kosovo im Süden Serbiens, die 1999 unter Verwaltung der Vereinten Nationen (UN) gestellt wurde, erklärte sich 2008 einseitig und gegen den Widerstand Serbiens für unabhängig. Einschließlich des Kosovo hat Serbien eine Fläche von 88 361 Quadratkilometern, ohne die Provinz eine Fläche von 77 474 Quadratkilometern. Die Hauptstadt der Republik ist Belgrad, am Zusammenfluss von Donau und Save gelegen.
Serbien ist ein Binnenstaat auf der Balkanhalbinsel. Von Norden nach Süden erstreckt er sich über knapp 500 Kilometer, die maximale West-Ost-Ausdehnung beträgt etwa 300 Kilometer.
Das Landschaftsbild ist vielfältig und reicht von Hochgebirgen im Süden über Mittelgebirgs- und Hügellandschaften in den zentralen Landesteilen bis zu Tiefländern im Norden. Im Westen und Südwesten hat Serbien Anteil am Dinarischen Gebirge. Aufgrund der Löslichkeit des Kalkgesteins sind Karsterscheinungen weit verbreitet. Nach Süden schließen die Nordalbanischen Alpen (Prokletije) an, in denen sich die höchsten Erhebungen des Landes befinden. Höchster Berg Serbiens ist der 2 656 Meter hohe Daravica nahe der Grenze zu Albanien. Im Osten und Südosten wird Serbien von Ausläufern der Karpaten und des Balkans erreicht. Zwischen den Hochgebirgszügen erstrecken sich – vor allem im Süden – ausgedehnte Beckenlandschaften, darunter auch das Kosovo Polje („Amselfeld”). Der mittlere Teil Serbiens wird von Mittelgebirgen und ausgedehnten Hügellandschaften eingenommen, die stellenweise dicht bewaldet sind. In der Provinz Vojvodina im Norden hat Serbien Anteil am Großen Ungarischen Tiefland, das von der Donau und ihren Nebenflüssen Theiß und Save durchzogen wird. Zu den landschaftlichen Höhepunkten des Landes gehört das Eiserne Tor, ein Durchbruchstal der Donau.
Der größte Teil Serbiens gehört zum Einzugsgebiet der Donau; sie fließt auf einer Länge von knapp 600 Kilometern von der Grenze zu Ungarn im Nordwesten durch Serbien nach Südosten, wo sie einen Teil der Grenze zu Rumänien bildet. Ihre wichtigsten Nebenflüsse sind die Theiß, die Save und die aus dem Zusammenfluss von Westlicher und Südlicher Morava entstehende Morava. Größter See in Serbien ist der 253 Quadratkilometer (davon 163 Quadratkilometer auf serbischem Gebiet) große Djerdapsee, zu dem die Donau im Grenzgebiet zu Rumänien aufgestaut wird.
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