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SerbienEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Obwohl nur ein geringer Teil der erwerbstätigen Bevölkerung in der Landwirtschaft tätig ist, zählt die Agrarwirtschaft zusammen mit der Nahrungsmittelverarbeitung zu den bedeutenden Wirtschaftszweigen Serbiens. Fast ein Fünftel des Exportvolumens machen landwirtschaftliche Güter aus. Eine wichtige Agrarregion ist die Vojvodina im Norden des Landes. Zu den Hauptanbauprodukten gehören neben Weizen, Mais und Zuckerrüben auch Obst, Sonnenblumen, Wein und Tabak. Außerdem wird Rinder-, Schweinezucht und im Südwesten auch Schafzucht betrieben.
Serbien verfügt über zahlreiche Bodenschätze, so etwa über eine der größten Kupferlagerstätten Europas. Neben weiteren Buntmetallen (Nickel, Blei, Zink) werden auch Braunkohle, Erdgas sowie Baustoffe (z. B. Marmor, Steine) abgebaut. Die verarbeitende Industrie gehörte einst zu den Wirtschaftsmotoren des Landes und soll wieder aufgebaut werden. Außer der Metall verarbeitenden Industrie, Buntmetallverhüttung und dem Maschinenbau gibt es in Serbien u. a. Betriebe der Elektrotechnik, der chemischen sowie der Textilindustrie.
Neben Nahrungsmitteln und Fertigerzeugnissen gehören z. B. Buntmetalle und Produkte der chemischen Industrie zu den wichtigsten Exportgütern Serbiens. Importiert werden vor allem Brenn- und Schmierstoffe, Kraftfahrzeuge, Industriemaschinen, Elektrogeräte und Textilien. Wichtige Handelspartner sind Deutschland, Russland, Italien sowie Bosnien und Herzegowina. Die Handelsbilanz ist negativ.
Das Eisenbahnnetz Serbiens hat eine Länge von 3 809 Kilometern (2002) und verbindet vor allem die größeren Städte miteinander; das Straßennetz ist 45 290 Kilometer lang (2002). Wichtige Binnenschifffahrtswege sind Donau, Theiß und Save. Internationale Flughäfen gibt es in Belgrad, Niš und Priština.
Im Altertum war das Gebiet des heutigen Serbien Teil Illyriens. Im 1. Jahrhundert v. Chr. eroberten die Römer das Gebiet, und 44 n. Chr. wurde es als Provinz Moesia dem Römischen Reich eingegliedert. Nach 395 war es Bestandteil des Oströmischen bzw. Byzantinischen Reiches. Im 7. Jahrhundert wurde das Gebiet westlich der Morava von den Slawen besiedelt und stand in der Folgezeit abwechselnd unter byzantinischer und bulgarischer Oberhoheit.
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