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Windows Live® Suchergebnisse MutsuhitoEnzyklopädieartikel
Mutsuhito (1852-1912), Kaiser von Japan (1867-1912), nach traditioneller Zählung der 122. Tenno, dessen Regierungszeit von den so genannten Meiji-Reformen geprägt war. Mutsuhito wurde am 3. November 1852 in Kyoto geboren. Er stieg mit der Abschaffung des Schogunats (1867) zum politischen Herrscher auf. 1868 gab Mutsuhito seiner Regierung die Devise Meiji („Erleuchtete Regierung”). Zusammen mit reformwilligen Gruppen stürzte er das Tokugawa-Schogunat und ersetzte es durch eine vereinheitlichte Verwaltung, an deren Spitze der Kaiser selbst stand. Teil der Reformen war die Verlegung der Hauptstadt von Kyoto nach Edo, das in Tokyo („östliche Hauptstadt”) umbenannt wurde. Obwohl eine einflussreiche Kraft in der Regierung, war Mutsuhito in erster Linie Symbol der nationalen Einheit und überließ die eigentlichen Amtsgeschäfte seinen Ministern. Für die neue Regierung war er vor allem als Quelle der Legitimation für die Umwandlung des Staates nach westlichem Vorbild unverzichtbar sowie als zentrale Gestalt des Shintokultes. 1889 gab er Japan eine Verfassung. Mutsuhito führte 1894/95 gegen China und 1904/05 gegen Russland Kriege mit imperialistischen Absichten. Während seiner Regierungszeit trat Japan als Industriemacht in Konkurrenz zu den westlichen Ländern. Mutsuhito starb am 30. Juli 1912 in Tokyo. Der Meiji-Schrein im Zentrum Tokyos wurde zu seinen Ehren erbaut.
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