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  • John Dos Passos – Wikipedia

    John Dos Passos (* 14. Januar 1896 in Chicago; † 28. September 1970 in Baltimore) war ein amerikanischer Schriftsteller. Er gilt neben Ernest Hemingway und F.

  • John Dos Passos Manhattan Transfer

    Als die Zimmertür hinter ihm zufiel fühlte Ed Thatcher sich sehr einsam, sehr rastlos und sehr nervös. Wenn jetzt Susi hier wäre, dann würde er ihr von dem vielen Geld ...

  • Amazon.de: Manhattan Transfer: John DosPassos: Bücher

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John Dos Passos

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John Dos PassosJohn Dos Passos

John Dos Passos (1896-1970), amerikanischer Schriftsteller. In seinen Romanen übte er schonungslos Kritik am kapitalistischen System der USA. Sein Manhattan Transfer (1925) gehört zu den herausragenden Großstadtromanen der amerikanischen Literatur.

John Roderigo Dos Passos wurde am 14. Januar 1896 in Chicago (Illinois) geboren und studierte an der Harvard University sowie in Spanien. Seine Erfahrungen als Ambulanzfahrer und freiwilliger Sanitäter in Frankreich während des 1. Weltkrieges bildeten den Hintergrund für sein Romandebüt One Man’s Initiation: 1917 (1920). Der Durchbruch als Schriftsteller gelang Dos Passos mit seinem zweiten Kriegsroman Three Soldiers (1921; Drei Soldaten). 1925 legte der Autor mit Manhattan Transfer einen der bedeutendsten Großstadtromane der Moderne vor; hierin entwarf er das kaleidoskopartige Porträt der New Yorker Gesellschaftsschichten zwischen 1890 und 1925. Als stilistische Versatzstücke dienten ihm Liedzeilen und Zeitungsschlagzeilen, ferner arbeitete er mit Monologen in der Erzähltechnik des Stream of consciousness und komponierte unzusammenhängende Szenen aus dem Leben seiner Figuren in Simultantechnik zu Collagen. Mit der Schrift Facing the Chair machte sich Dos Passos 1927 für die Anarchisten Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti stark, die im selben Jahr in einem Aufsehen erregenden Prozess aus politischen Gründen zum Tod verurteilt und hingerichtet worden waren (siehe Sacco-Vanzetti-Fall). Über seine Auseinandersetzung mit Karl Marx, vor allem aber mit Thorstein Bunde Veblen, fand er zu einer scharfen Kritik am amerikanischen Kapitalismus. 1935 kam Josef von Sternbergs Film The Devil is a Woman (Der Teufel ist eine Frau; mit Marlene Dietrich) nach einem Drehbuch von Dos Passos in die Kinos.

Die Techniken der Montage und des Bewusstseinsstroms bildeten die Erzählgrundlage für alle späteren Romane von Dos Passos, so auch für sein Hauptwerk, die Trilogie U.S.A. (Gesamtausgabe 1938; USA-Trilogie), in der er ein Panorama des gesamten Landes und seiner Geschichte von den neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts bis zur Weltwirtschaftskrise Anfang der dreißiger Jahre zeichnete; dazu gehören The 42nd Parallel (1930; Der 42. Breitengrad), 1919 (1932; 1919, auch: Auf den Trümmern) und The Big Money (1936; Der große Schatten; auch: Die Hochfinanz). Nach Erscheinen von U.S.A. wandelte sich Dos Passos enttäuscht vom Kommunismus ab. Gleichzeitig änderte sich sein Stil hin zu einer einfachen, leidenschaftslosen Sprache. In der Folgezeit schrieb Dos Passos mehrere Romane, darunter die Trilogie District of Columbia (1952), persönliche und historische Betrachtungen, Reisebücher sowie die Autobiographie The Best Times (1966; Die schönen Zeiten. Jahre mit Freunden und Fremden). Erfolgreich wurde vor allem der 1961 veröffentlichte Roman Midcentury (Jahrhundertmitte), in dem Dos Passos seine früher verwendete Erzähltechnik wieder aufgriff und ein Bild der amerikanischen Nation nach dem 2. Weltkrieg zeichnete.

Dos Passos starb am 28. September 1970 in Baltimore (Maryland). In seinem Nachlass fand sich ein fast komplettes Romanmanuskript mit dem Titel The Thirteenth Chronicle. Posthum erschien das Reisetagebuch Easter Island (1971); unter dem Titel The Fourteenth Chronicle kamen 1973 Tagebücher und Briefe heraus. Dos Passos beeinflusste zahlreiche amerikanische und europäische Schriftsteller nachhaltig, darunter so unterschiedliche Autoren wie Don DeLillo, Camilo José Cela, Anna Seghers und Wolfgang Koeppen sowie die Vertreter des Neorealismus.

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