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  • Pheromon – Wikipedia

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  • pheromon [Eckelsheim]

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Pheromon

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Insektenfalle in israelischer BaumwollplantageInsektenfalle in israelischer Baumwollplantage

Pheromon, Duftstoff, der von Tieren produziert wird und das Verhalten anderer Tiere beeinflusst. Die Wirkungsweise von Pheromonen ist vergleichbar mit der anderer Hormone innerhalb des Körpers, wobei spezifische chemische Signale von einer Zellgruppe zur nächsten gesandt werden, um bestimmte Reaktionen anzuregen.

Pheromone sind wahrscheinlich die älteste Form tierischer Kommunikation. Die primitive einzellige Amöbe Dictyostelium z. B. benutzt ein bestimmtes Pheromon, um Artgenossen zur Fortpflanzung anzulocken. Bei Insekten werden Pheromone zum gleichen Zweck eingesetzt. Weibliche Schwammspinner und Japankäfer sondern einen artspezifischen Sexuallockstoff ab, um Männchen anzulocken. Diese fliegen dann einfach entgegen der Windrichtung und folgen so dem jeweiligen Geruch. Heute werden vielfach Fallen mit künstlichen Pheromonen verwendet, um Schadinsekten zu fangen. Gelegentlich werden diese Substanzen auch großflächig über befallenen Flächen versprüht, so dass die Männchen bei der Partnersuche ihre Orientierung verlieren.

Bei den Insekten werden Pheromone unterschiedlich eingesetzt. Weibliche Douglasienborkenkäfer erkennen ihren Wirtsbaum durch entsprechende Geruchsstoffe (bei der Douglasie ein typisch kiefernartiger Geruch), bohren ein Loch in den Stamm und sondern dann ihre Sexuallockstoffe ab. Die Männchen folgen dem Duft und befruchten die Weibchen. Diese stellen aufgrund eines akustischen Signals der Männchen ihre Pheromonproduktion ein. Dann sondern die Männchen einen Stoff ab, der die Rezeptoren für Douglasien bei anderen Käfern blockiert. Befindet sich eine größere Anzahl befruchteter Weibchen an einem Baum, so wird dieser für den Geruchssinn weiterer Käfer „unsichtbar”. Dies bewahrt den Baum vor zerstörerischem Parasitenbefall.

Staaten bildende Insekten (diese sind in sozialen Gruppen organisiert) verfügen über ein vielfältiges Repertoire an Botschaften, die über Pheromone vermittelt werden. Ameisen haben z. B. ein spezielles Pheromon, um Wege zu Futterstellen zu markieren, ein anderes, um Angriffe auf Feinde, ein drittes um Fluchtbewegungen auszulösen und weitere, die von Larven in den dunklen Nestern abgesondert werden. Mehrere Wirbellose haben den Code der Ameisen entschlüsselt und können so, wie Mordwanzen, falsche Fährten legen und die ihnen folgenden Ameisen fressen. Mehrere parasitisch oder in Symbiose lebende Käfer, Tausendfüßer und Spinnentiere sondern für Ameisenlarven typische Pheromone ab und leben ungestört in den Ameisenbauten, wo sie sich oftmals von Eiern und Larven ernähren.

Diese Art von Täuschung ist keineswegs nur auf Tiere beschränkt. Einige tropische Orchideen imitieren die Sexuallockstoffe bestimmter Wespen. Die erfolglosen Versuche angelockter Männchen, mit den „Scheinweibchen” zu kopulieren, dienen der Verbreitung der Orchideenpollen von einer Blüte zur nächsten.

Auch bei Wirbeltieren sind Pheromone verbreitet. Säugetiere markieren ihre Reviere regelmäßig mit Sekreten aus speziellen Drüsen. Diese Duftstoffe können oft über große Entfernungen wahrgenommen werden und das Verhalten von männlichen Tieren deutlich verändern. Besitzer läufiger (paarungsbereiter) Hündinnen stellen fest, dass diese Rüden aus über einem Kilometer Entfernung anlocken. Auch werden bei Wirbeltieren Duftstoffe unterschiedlicher Zusammensetzung abgesondert, die für jedes Tier individuell sind. Viele Säugetiere markieren ihre Reviergrenzen bzw. spezielle „Duftpunkte”, und Eindringlinge werden fast sofort anhand deren Duftmarken entdeckt. Auch Eltern und Nachwuchs erkennen sich oftmals am Geruch. Neuerdings hat man festgestellt, dass Pheromone auch im Leben von Primaten – einschließlich des Menschen – eine größere Rolle spielen.

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