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Windows Live® Suchergebnisse LanzettfischchenEnzyklopädieartikel
Lanzettfischchen, Familie einfach gebauter, bis zu acht Zentimeter langer Meerestiere aus dem Unterstamm der Schädellosen, die als primitive Chordatiere ein evolutionäres Bindeglied zwischen Wirbellosen und Wirbeltieren darstellen. Lanzettfischchen sind in flachen Gewässern der ganzen Welt verbreitet; sie vergraben sich gern unter Kieseln oder im Sand. Der etwa fünf Zentimeter lange Körper der Tiere ist fischähnlich, jedoch wesentlich einfacher gebaut als der eines Fisches. Lanzettfischchen besitzen einen Rückenstrang (Notochord oder Chorda dorsalis) – Wirbelsäule, Herz, Gehirn und Schädel fehlen. Mit Hilfe von Tentakeln rund um die Mundöffnung erzeugen die Tiere einen Wasserstrom. Dem in den so genannten Kiemendarm aufgenommenen Wasser wird durch Kiemen Sauerstoff entzogen, Nahrungspartikel werden von einer Flimmerrinne festgehalten und dem eigentlichen Darm zugeführt. Zahlreiche paarige Ausscheidungsorgane deuten darauf hin, dass Lanzettfischchen eine entwicklungsgeschichtliche Verbindung zu den Wirbellosen besitzen. Eine in der Nordsee u. a. bei Helgoland und der Doggerbank häufig vorkommende Art lebt in ungefähr zehn Meter Tiefe. Sie hält sich gewöhnlich im Sand eingegraben auf, kann aber auch frei schwimmen. Lanzettfischchen sind essbar. Systematische Einordnung: Lanzettfischchen bilden die einzige Familie Branchiostomatidae der ebenfalls einzigen Ordnung Amphixi im Unterstamm Cephalochordata (oder Acrania) des Stammes Chordata. Die in der Nordsee lebende Art heißt zoologisch Branchiostoma (früher Amphioxus) lanceolatum.
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