Auswahl der Encarta-Redaktion
Gute Bücher zum Thema "Gezeiten", ausgewählt von den Encarta-Redakteuren.
Verwandte Elemente
Suche in Encarta
In Encarta suchen nach Gezeiten

Windows Live® Suchergebnisse

  • Gezeiten

    Die Site des Bundesamtes für Seeschiffahrt und Hydrographie (BSH) ermöglicht die Vorausberechnungen der Gezeiten, Strömungen und Wasserstände für Belgien, Dänemark ...

  • Gezeiten

    Von Mai bis September ab 18:00 Uhr, von Oktober bis April ab 19:00Uhr, Montag Ruhetag. Gesellschaften auch außerhalb der Öffnungszeiten auf Absprache.

  • WILLKOMMEN im GEZEITEN-Restaurant

    Gezeiten Restaurant - Wohlfühlen kann so lecker sein. ... Herzlich willkommen im Herzen von Zinnowitz. Gern ist das "GEZEITEN" Ihr Gastgeber und arrangiert Ihnen ein ...

Alle Suchergebnisse anzeigen:
Windows Live® Suchergebnisse

Gezeiten

Enzyklopädieartikel
Multimedia
GezeitenGezeiten
Artikelgliederung
1

Einleitung

Gezeiten oder Tide, periodisches Steigen (Flut) und Fallen (Ebbe) des Meeresspiegels auf offener See, in Buchten und Flussmündungen in Folge der Anziehungskräfte von Mond und Sonne. Siehe Gravitation.

2

Mondgezeiten

Der Mond ist der Erde viel näher als die Sonne und deshalb die Hauptursache für die Gezeiten. Der Mond übt eine starke Anziehung auf das Wasser der ihm zugewandten Seite der Erde aus. Dieses steigt dadurch über seinen normalen Stand und es entsteht eine Flut. Das Wasser auf dem Teil der Erde, der dem Mond abgewandt ist, wird weniger stark vom Mond angezogen, weshalb sich das Wasser relativ zum Erdmittelpunkt vom Mond weg ausbeult und auch dort eine Flut entsteht. Beide Flächen machen jeweils etwa ein Viertel der Erdoberfläche aus. Auf den beiden dazwischen liegenden Vierteln herrscht Ebbe.

Ebbe und Flut wechseln sich fortlaufend ab. Die Unterschiede des Wasserstandes zwischen aufeinander folgenden Hoch- und Tiefwassern werden als Tidenhub bezeichnet. An den meisten Küsten gibt es zwei Hochwasser und zwei Niedrigwasser pro Mondtag, der 24 Stunden, 50 Minuten und 28 Sekunden lang ist. Zwei aufeinander folgende Fluten oder Ebben sind meist etwa gleich hoch.

3

Sonnengezeiten

Auch die Sonne verursacht zwei gegenüberliegende Fluten auf der Erde. Weil die Sonne jedoch weiter von der Erde entfernt ist, beträgt ihre gezeitenerzeugende Kraft nur 46 Prozent der des Mondes. Die Summe der Kräfte von Sonne und Mond ergibt eine Flut mit zwei Kämmen, deren Lage von der jeweiligen Stellung von Sonne und Mond abhängt. Bei Neumond und bei Vollmond, wenn Sonne, Mond und Erde auf einer geraden Linie stehen, addieren sich die von der Sonne und vom Mond hervorgerufenen Fluten und es entsteht die so genannte Springtide, bei der die Flut höher und die Ebbe niedriger ist als normal. Wenn der Mond im ersten oder im dritten Viertel steht, bildet die Verbindungslinie Mond–Erde–Sonne einen rechten Winkel. Dann hängt der Tidenhub von den resultierenden Kräften von Sonne und Mond ab. Dadurch entstehen Nipptiden, bei denen die Flut niedriger und die Ebbe höher ist als normal. Springtiden und Nipptiden treten etwa 60 Stunden nach den entsprechenden Mondphasen auf.

4

Gezeitenströmungen und Wellen

Neben dem vertikalen Ansteigen und Fallen des Wassers treten horizontale oder laterale Bewegungen auf, die so genannten Gezeitenströmungen. Sie unterscheiden sich deutlich von den permanenten Meeresströmungen (siehe Ozeane und Ozeanographie). In manchen Gebieten fließt ein Gezeitenstrom mit der Flut etwa 6 Stunden und 12 Minuten in Küstenrichtung. Dann fließt er mit der Ebbe in die Gegenrichtung. In der Zeit der Umkehr (Kenterung) ist das Wasser im Zustand der Ruhe und heißt Stillwasser. Der Strom, der gegen die Küste fließt, wird Flutstrom genannt, der vom Land weg heißt Ebbestrom.

Zurück
|
Nächste
In diesem Artikel suchen
Druckerfreundliche Version der Seite
Versenden




© 2008 Microsoft