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Windows Live® Suchergebnisse ParzivalEnzyklopädieartikel
Parzival, mythische Rittergestalt aus der Artussage. Parzival (bzw. Sir Percivale) und seine Suche nach dem Gral werden erstmals in einer Sammlung walisischer Sagen (Mabinogion) thematisiert. Das erste Parzival gewidmete Werk ist Perceval le Gallois von Chrétien de Troyes aus dem 12. Jahrhundert. Wolfram von Eschenbach benützte das Versepos als Hauptquelle für seinen höfischen Roman Parzival (um 1200 bis 1210), der mit seinem Stoff allerdings äußerst frei verfuhr und ihn in den 24 810 Reimpaarversen um ein damals in Literaturdenkmälern unerreichtes Kontingent an Wissen aus Bereichen der Medizin, Naturkunde und Astronomie bereicherte. Wolframs Version wiederum, die etwa im so genannten Jüngeren Titurel Albrecht von Scharfenbergs sowie in den Werken von Claus Wisse, Philipp Colin und Jakob Püterich von Reichartshausen weitergedichtet wurde, diente Richard Wagner als Vorlage für sein 1882 uraufgeführtes Bühnenweihfestspiel Parsifal. Im 15. Jahrhundert schilderte auch der englische Schriftsteller Sir Thomas Malory in Le Morte d’ Arthur Parzival als Ritter der Tafelrunde. Gemeinsam mit Sir Galahad und Sir Bors findet er den Gral.
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