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Giraffe

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GiraffengesellschaftGiraffengesellschaft
Artikelgliederung
1

Einleitung

Giraffe, afrikanischer Paarhufer, hinsichtlich der Körperhöhe die größte lebende Tierart.

2

Körperbau

Giraffen haben Kopfrumpflängen von 3,8 bis 4,7 Metern und wiegen etwa 600 bis 1 900 Kilogramm. Männchen können eine Schulterhöhe von 3,3 Metern und eine Scheitelhöhe von 5,8 Metern erreichen, sie sind durchschnittlich größer und schwerer als Weibchen. Die Vorderbeine einer Giraffe sind länger als die Hinterbeine. Der bis zu einen Meter lange Schwanz endet in einer schwarzen Quaste, mit der Fliegen und andere Insekten vertrieben werden. Eine Giraffe hat, wie die meisten anderen Säugetiere, nur sieben Halswirbel, die bei Giraffen allerdings stark vergrößert sind, so dass der muskulöse Hals bis zu 2,4 Meter Länge erreichen kann. Das Herz einer Giraffe ist so leistungsfähig, dass der Blutfluss zum Kopf bei normaler Körperhaltung den beträchtlichen Höhenunterschied überwinden kann. Ungeklärt ist, wie eine Giraffe, die den Kopf senkt und hebt, die plötzlichen Unterschiede im Blutdruck auszugleichen vermag.

Tiere beider Geschlechter tragen zumeist zwei, manchmal auch vier Hörner in Form von fellbedeckten, kurzen, knöchernen Auswüchsen des Schädels. Giraffen haben eine gelbbraune Grundfarbe mit unterschiedlich großen, kastanienbraunen Flecken. Diese Zeichnung ist mehr oder weniger charakteristisch für die einzelnen Unterarten, ist aber auch von Giraffe zu Giraffe verschieden; sie lässt das Fell optisch mit den ungleichmäßigen Schatten der Baumvegetation verschmelzen. Die Grundfarbe ist je nach Saison und Gesundheitszustand variabel.

3

Lebensraum und Nahrung

Giraffen leben in trockenen, mit vereinzelten Bäumen und Büschen bestandenen Regionen südlich der Sahara. Sie können bis hoch in die Akazienbäume hineinlangen, deren Blätter ihre Hauptnahrung sind. Die Blätter reißen sie mit ihrer beweglichen, bis zu 45 Zentimeter langen, schwarzen Zunge sowie der großen, muskulösen Oberlippe von den Bäumen; außerdem ernähren sich Giraffen von frischen Trieben. Blätter und Triebe liefern ihnen auch den Großteil der benötigten Flüssigkeit. Giraffen halten deshalb tagelang ohne zu trinken aus und werden oft weit entfernt von Wasserstellen angetroffen. Beim Trinken müssen sie ihre langen Vorderbeine weit auseinanderspreizen oder beugen und den Kopf herabsenken. In dieser Position gehen sie das Risiko ein, von Raubtieren angegriffen zu werden.

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Verhalten

Giraffen versammeln sich zu lockeren Gesellschaften aus zumeist 10 bis 20 Einzeltieren, zu denen immer wieder neue Tiere hinzukommen, während andere abwandern. Die Gruppen können nur aus jüngeren Männchen bestehen, nur aus Weibchen, aus Tieren beiderlei Geschlechts oder aus Weibchen mit ihren Jungen; geschlechtsreife Männchen leben zumeist als Einzelgänger. Giraffen halten sich oft in gemischten Gesellschaften aus mehreren Arten auf, zu denen Zebras, andere Huftiere und Strauße gehören können.

Wenn Giraffen galoppieren, setzen sie ihre Hinterfüße vor die Vorderfüße und schwingen den Hals wie in Zeitlupe vor und zurück. Dabei können sie eine Geschwindigkeit von etwa 60 Kilometern pro Stunde erreichen. Beim Gehen bewegen sie sich im Passgang vorwärts und setzen die beiden Beine einer Seite gleichzeitig vor. Giraffen schlafen zumeist im Stehen, gelegentlich jedoch auch liegend, wobei sie den Hals bogenförmig nach hinten legen.

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