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OmanEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Einleitung; Physische Geographie; Bevölkerung; Bildung und Kultur; Verwaltung und Politik; Wirtschaft; Geschichte
Oman hat rund 3,31 Millionen Einwohner (2008). Die Bevölkerungsdichte liegt bei 15,6 Einwohnern pro Quadratkilometer. Größte Stadt ist Maskat (etwa 638 000 Einwohner). 77 Prozent der Bevölkerung leben in Städten. Die mittlere Lebenserwartung liegt bei 73,9 Jahren. Die Bevölkerung besteht zu etwa 88 Prozent aus Arabern. In den Hafenstädten leben zahlreiche Inder, Pakistani, Perser und Ostafrikaner.
Die Amtssprache ist Arabisch. Minderheitensprachen sind u. a. Balutschi, Farsi (Persisch) und Urdu. Als Handelssprache dient Englisch. 84 Prozent der Bevölkerung bekennen sich zum Islam (63 Prozent sind Ibaditen, 21 Prozent Sunniten). Darüber hinaus leben in Oman Hindus, Christen und Juden.
Der Schulbesuch ist kostenlos; die allgemeine Schulpflicht beträgt vier Jahre. Während der siebziger und achtziger Jahre wurde das Bildungssystem ausgeweitet. Dadurch konnte die Analphabetenrate auf 59 Prozent gesenkt werden. 1986 wurde in der Nähe von Maskat die staatliche Sultan-Qaboos-Universität eingeweiht. Von den 6 in Oman erscheinenden Tageszeitungen werden zwei in englischer Sprache herausgegeben.
Oman ist ein Sultanat. Staatsoberhaupt und Regierungschef ist der Sultan. Die Exekutive wird vom Kabinett ausgeübt, das dem Sultan verantwortlich ist. In Oman gibt es kein Parlament und keine Parteien. Der Nationale Konsultativrat hat beratende, aber keine gesetzgebende Funktion. Die 82 Mitglieder dieses Gremiums wurden vom Sultan ernannt, bis 2002 das allgemeine Wahlrecht ab 21 Jahren eingeführt wurde. Das Rechtswesen basiert auf dem islamischen Gesetz der Scharia. In Maskat befinden sich das Oberste Gericht und ein Appellationsgericht.
Grundlage der Wirtschaft Omans ist die Erdölförderung; daneben hat traditionell die Landwirtschaft, in der 6 Prozent der Erwerbstätigen beschäftigt sind, hohe Bedeutung. Die Industrieproduktion spielt demgegenüber nur eine geringe Rolle, auch wenn die Regierung durch umfangreiche Investitionen gerade das produzierende Gewerbe fördert. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) beträgt 24 284 Millionen US-Dollar (2004; Dienstleistungen 42,1 Prozent, Industrie 56 Prozent, Landwirtschaft 1,9 Prozent); daraus ergibt sich ein BIP pro Kopf von 9 583,90 US-Dollar. Die Wachstumsrate beträgt durchschnittlich 1,30 Prozent (2003).
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