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  • Bevölkerung – Wikipedia

    Der Begriff Bevölkerung wird als Bezeichnung für die menschliche Population innerhalb geografischer Grenzen verwendet [1]. In der Wissenschaft ist die Bevölkerung das primäre ...

  • Bevölkerung – Wikipedia

    Der Begriff Bevölkerung wird in aller Regel als Bezeichnung für die Entstehung eines Volks eines bestimmten Landes oder einer Region verwendet.

  • Statistisches Bundesamt Deutschland - Bevölkerung

    Zur Bevölkerung Deutschlands zählen alle Einwohner, die mit ihrer Hauptwohnung in der Bundesrepublik Deutschland gemeldet sind, also auch alle hier gemeldeten Ausländer und ...

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Bevölkerung

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Bevölkerungszuwachs nach LändernBevölkerungszuwachs nach Ländern
Artikelgliederung
3.2

Bevölkerungsmessungen

Die Zahl der Geburten, Todesfälle, Einwanderer und Auswanderer über einen bestimmten Zeitraum hinweg bestimmt die Veränderungen der Größe einer Bevölkerung. Zu Vergleichszwecken werden diese veränderlichen Komponenten im Verhältnis zu 1 000 Einwohnern oder zur Gesamtbevölkerung ausgedrückt, um Geburtenrate, Sterberate, Migrationsrate und Bevölkerungswachstumsrate zu ermitteln. Diese Raten werden von der Alterszusammensetzung der Bevölkerung beeinflusst. So kann etwa eine sehr gesunde Bevölkerung, die jedoch einen relativ hohen prozentualen Anteil an alten Leuten hat, unter Umständen eine Sterberate haben, die der eines armen Landes mit einer überwiegend jungen Bevölkerung entspricht. Demographen verwenden daher oft Messungen, die frei von solchen Einflüssen des Alters und der Verteilung sind. Zwei solcher weit verbreiteter Messungen sind die Gesamtfruchtbarkeitsrate (englisch total fertility rate, TFR) und die Lebenserwartung bei der Geburt.

Die Gesamtfruchtbarkeitsrate bezieht sich auf die Anzahl der Kinder, die Frauen einer bestimmten Region durchschnittlich in ihrem Leben bekommen, sofern die gegenwärtige altersspezifische Geburtenrate während der fruchtbaren Jahre der Frau konstant bleibt. Länder mit hohen Gesamtfruchtbarkeitsraten (bis zu 7,9) gibt es in Ländern südlich der Sahara. In den Industrieländern liegt die TFR demgegenüber durchschnittlich bei 1,6. Eine Fruchtbarkeit auf einem ersetzenden Niveau (das Niveau, auf dem jede Person durchschnittlich in der nächsten Generation nur einen einzigen Nachfolger hat) entspricht bei einer niedrigen Sterblichkeitsziffer einer TFR von etwa 2,1.

Die Lebenserwartung bei der Geburt ist die durchschnittliche Lebensdauer eines Neugeborenen unter Berücksichtigung der heutigen Sterberaten. Unter den gesundheitlichen Bedingungen der Industrieländer betrug die Lebenserwartung 2006 durchschnittlich 77 Jahre.

Eine wichtige Messziffer der Sterblichkeit ist die Säuglingssterblichkeitsrate. Das ist die Wahrscheinlichkeit des Todes während des ersten Lebensjahres, die als Zahl pro 1 000 Geburten im betreffenden Kalenderjahr angegeben wird. Viele Entwicklungsländer haben Säuglingssterblichkeitsraten von mehr als 100 pro 1 000, was bedeutet, dass etwa jedes zehnte Kind das zweite Lebensjahr nicht erreicht. In Ländern mit gut funktionierenden Gesundheits- und Bildungssystemen liegt die Säuglingssterblichkeitsrate ungleich niedriger, in den Industrieländern beispielsweise bei 6 pro 1 000.

4

Wachstum und Verteilung der Weltbevölkerung

Seit 1960 hat sich die Weltbevölkerung verdoppelt. Die Fünfmilliardenmarke wurde 1987 überschritten und 1999 die Sechsmilliardenmarke. Da der genaue Zeitpunkt für das Überschreiten der Sechsmilliardenmarke nur annähernd geschätzt werden konnte, wurde der 12. Oktober 1999 auf rechnerischer Basis zum „Tag der sechs Milliarden” ernannt. 2006 gab es bereits 6,6 Milliarden Menschen. Gegenwärtig wächst die Weltbevölkerung um jährlich 81 Millionen Menschen, jede Minute werden 153 Menschen geboren. Bis 2050 wird die Zahl der Menschen nach einer Prognose der Vereinten Nationen von 2007 auf 9,2 Milliarden steigen; 33 Prozent werden dieser Prognose zufolge dann älter als 60 Jahre sein.

4.1

Das Bevölkerungswachstum in Vergangenheit und Gegenwart

Das Wachstum der Weltbevölkerung ist Schwankungen infolge von Klimaveränderungen, Nahrungsangebot, Krankheiten und Kriegen unterworfen. Vor 10 000 Jahren gab es etwa fünf Millionen Menschen, um Christi Geburt war die Weltbevölkerung – insbesondere aufgrund der Auswirkungen des Ackerbaues – auf 300 Millionen angestiegen. Bis 1650 nahm die Zahl der Menschen nur langsam bis auf eine halbe Milliarde zu.

Seit dem 17. Jahrhundert machten Wissenschaft, Landwirtschaft, Industrie und Medizin enorme Fortschritte und trugen so zum Bevölkerungswachstum bei. Maschinen ersetzten nach und nach menschliche und tierische Arbeitskraft. Die Menschen hatten allmählich das Wissen und die Mittel, um Krankheiten wirksam zu bekämpfen. Alle Kontinente hatten Anteil an der Verfünffachung der Weltbevölkerung, die über einen Zeitraum von 300 Jahren von etwa 500 Millionen um 1650 auf 2,5 Milliarden um 1950 anwuchs. Am auffälligsten waren die Zuwächse in Regionen, wo neue Technologien entwickelt und angewendet wurden.

Um 1950 begann eine neue Phase des Bevölkerungswachstums, als man Hungersnöte und Krankheiten selbst in Agrargesellschaften mit niedrigem Bildungsniveau der Bevölkerung überwinden konnte. Dies wurde möglich durch geringe Kosten für die Importe von Impfstoffen (siehe Immunisierung), Antibiotika, Insektiziden und ertragreichem Saatgut, die seit den fünfziger Jahren produziert wurden. Die Verbesserungen der Wasserversorgung, Abwassersysteme und Transportwege führten zu steigenden Ernteerträgen. Gleichzeitig gingen die Sterbefälle aufgrund ansteckender Krankheiten stark zurück. Die Lebenserwartung bei der Geburt stieg in den Entwicklungsländern von etwa 35 bis 40 Jahren (1950) auf durchschnittlich 65 Jahre (2006). Die Verringerung der Todesfälle bei weiterhin hohen Gesamtfruchtbarkeitsraten führte in manchen Entwicklungsländern zu einem jährlichen Bevölkerungszuwachs von über 3,1 Prozent im Jahr, eine Rate, bei der sich die Bevölkerung innerhalb von 23 Jahren verdoppelt. Durchschnittlich belief sich der Bevölkerungszuwachs in den Entwicklungsländern 2006 auf 1,5 (bei Ausklammerung von China: 1,8).

4.2

Regionale Verteilung

2006 lebten in den Industrieländern gut 1,2 Milliarden Menschen und gut 5,3 Milliarden in den Entwicklungsländern, davon 4,0 Milliarden (61 Prozent der Weltbevölkerung) in Asien. In China gab es mehr als 1,3 Milliarden Menschen. Im Jahr 2000 überschritt Indiens Bevölkerung als zweites Land die Milliardengrenze, 2006 lebten dort gut 1,1 Milliarden Menschen. Europa beherbergte 2006 nur 11 Prozent der Weltbevölkerung, Amerika und Afrika jeweils 14 Prozent.

Unterschiede bei den nationalen Wachstumsraten werden diese prozentualen Anteile mit der Zeit verändern. In Afrika wird sich die Bevölkerung bei einer Wachstumsrate von 2,3 Prozent innerhalb der nächsten 50 Jahre fast verdreifachen, während die Bevölkerung Südasiens und Lateinamerikas fast konstant bleibt und die Bevölkerungszahlen in anderen Regionen einschließlich Ostasiens merklich zurückgehen. Der Anteil der heutigen Industrienationen an der Weltbevölkerung, der 1990 noch 23 Prozent ausmachte und 2006 auf 18 Prozent zurückgegangen war, wird bis 2025 voraussichtlich auf 16 Prozent fallen. Neun von zehn Personen, die heute zur Weltbevölkerung hinzukommen, leben in Entwicklungsländern.

4.3

Urbane Konzentration

Die Entwicklung eines Agrarlandes zu einer Industrienation ist meist mit dem Phänomen der Landflucht verbunden, der Abwanderung der Landbevölkerung in die Städte. Während dieses Prozesses wächst die Bevölkerung in den Städten normalerweise mit der doppelten Geschwindigkeit wie der Gesamtzuwachs der Bevölkerung. Etwa 29 Prozent der Weltbevölkerung lebten 1950 in Städten. 1990 betrug diese Zahl 43 Prozent, und gegenwärtig wird sie auf etwa 50 Prozent geschätzt.

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