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Schwerin

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Markt mit DomMarkt mit Dom

Schwerin, Hauptstadt des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern, am südwestlichen Ufer des Schweriner Sees und an weiteren sechs Seen der Mecklenburger Seenplatte. Die kreisfreie Stadt ist Bischofssitz der evangelisch-lutherischen Landeskirche Mecklenburgs. Zu den führenden Industriezweigen Schwerins gehören Maschinenbau, Holzverarbeitung, Nahrungsmittel- und Lederwarenindustrie. Sehenswürdigkeiten sind der gotische Dom (aus dem 14. und 15. Jahrhundert; mit seinem spätgotischen Flügelaltar), die barocke Schelfkirche (1708-1711) und das Altstädter Rathaus, das aus vier Fachwerkhäusern des 17. Jahrhunderts besteht und im 19. Jahrhundert mit einer neugotischen Fassade verziert wurde. Auf einer Insel des Burgsees liegt das Schweriner Schloss mit der Schlosskirche (16. Jahrhundert), dem Staatstheater und dem Staatlichem Museum (beide aus dem 19. Jahrhundert).

Schwerin ging aus einer Kaufmannssiedlung hervor, die sich um eine 1018 erstmals erwähnte slawische Burg (auf der Schlossinsel) entwickelte. 1160 verlieh Heinrich der Löwe, Herzog von Sachsen, nach der Niederwerfung der Obotriten, Schwerin die Stadtrechte. Im selben Jahr wurde die Stadt Sitz eines neu gegründeten Bistums. 1358 kam sie unter die Herrschaft der Herzöge von Mecklenburg, deren Residenz sie im ausgehenden 15. Jahrhundert wurde. Seit 1918 nimmt Schwerin Hauptstadtfunktionen wahr: zunächst als Hauptstadt des Freistaates Mecklenburg, danach des Landes Mecklenburg (1934-1952), von 1952 bis 1990 war es Hauptstadt des Bezirks Schwerin der Deutschen Demokratischen Republik und schließlich seit 1990 des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern. Die Einwohnerzahl der Stadt beträgt etwa 97 000.

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