Auswahl der Encarta-Redaktion
Gute Bücher zum Thema "Demokratische Republik Kongo", ausgewählt von den Encarta-Redakteuren.
Verwandte Elemente
Daten und Fakten
Suche in Encarta
In Encarta suchen nach Demokratische Republik Kongo

Windows Live® Suchergebnisse

  • Kongo – Wikipedia

    Kongo ist der Name folgender Staaten in Afrika: Demokratische Republik Kongo, das größere und östlichere der beiden, ehemals Kongo-Freistaat, Belgisch-Kongo, Kongo (Leopoldville ...

  • Demokratische Republik Kongo

    Landesinformationen zu Geografie inklusive Karten, Bevölkerung, Politik, Wirtschaft, Geschichte, Aktuellem mit Kommentaren und Links.

  • ZEIT ONLINE - Böhms Logbuch

    Grono moniert, dass der IStGh Gefahr läuft, zum “Gerichtshof für Afrika” reduziert zu werden, weil er bislang ausschließlich in afrikanischen Ländern ermittelt (Kongo ...

Alle Suchergebnisse anzeigen:
Windows Live® Suchergebnisse

Demokratische Republik Kongo

Enzyklopädieartikel
Multimedia
Demokratische Republik Kongo (Flagge und Hymne)Demokratische Republik Kongo (Flagge und Hymne)
Artikelgliederung
1

Einleitung

Demokratische Republik Kongo (bis Mai 1997 Republik Zaire), Republik in Zentralafrika, grenzt im Norden an die Zentralafrikanische Republik und die Republik Sudan, im Osten an Uganda, Ruanda, Burundi und den Tanganyikasee an der Grenze zu Tansania, im Süden an Sambia, im Südwesten an Angola und im Nordwesten an die Republik Kongo. Das Land hat mit einem etwa 40 Kilometer langen Streifen Anteil an der Atlantikküste; dieser Streifen trennt die angolanische Provinz und Exklave Cabinda vom Rest Angolas ab. Bis zur Unabhängigkeit als Demokratische Republik Kongo (1960) hieß das Land Belgisch-Kongo; 1971 wurde der Name in Zaire und im Mai 1997 wieder in Demokratische Republik Kongo geändert. Die Ausdehnung in Ost-West-Richtung beträgt etwa 1 930 Kilometer, in Nord-Süd-Richtung rund 2 000 Kilometer. Das Land hat eine Fläche von 2 344 885 Quadratkilometern. Hauptstadt des Landes ist Kinshasa.

2

Land

Den überwiegenden Teil des Landes (rund 60 Prozent der Gesamtfläche) nimmt das mit Regenwäldern bedeckte ausgedehnte Flussbecken des Kongo ein. Das Becken wird in allen Richtungen von Schwellen und Bergzügen begrenzt. Die höchste Bergkette entlang der Grenze zu Tansania, Burundi und Ruanda ist die Zentralafrikanische Schwelle, die Höhen über 4 800 Meter erreicht. Der Ubangi, Hauptzufluss des Kongo von Norden, entspringt im Nordwesten der Schwelle. Der Südosten des Kongobeckens wird vom Shaba- oder Katanga-Bergland (Lundaschwelle) eingenommen. Es erreicht Höhen bis 1 200 Meter und ist reich an Bodenschätzen wie Kupfer, Uran und anderen.

Die Bergketten im Südwesten werden als Hochland von Bié zusammengefasst. Hier entspringt der Kasai, der bedeutendste südliche Zufluss des Kongo. Sowohl das Kongobecken als auch die einfassenden Berggegenden werden von zahlreichen Flüssen durchzogen, deren Täler dicht bewachsen sind. Praktisch undurchdringbare Tropenwälder bedecken den Osten und Nordosten des Landes. Die größten sind der Ituri-, Große Kongo-, Pygmy- und Stanley-Wald. Sie erstrecken sich nach Osten bis zum Zusammenfluss des Aruwimi und des Kongo und weiter bis zum Mobutu-Sese-Seko-See (Albertsee). Sie umfassen etwa 65 000 Quadratkilometer und enden mit dem Ruwenzori, einer Gebirgskette, die mit dem Margherita eine Höhe von 5 109 Metern erreicht. Die höher liegenden Gebiete am Rand des Kongobeckens bestehen zumeist aus Savanne.

2.1

Klima

Außer in den Höhenlagen ist das Klima des Landes tropisch heiß und feucht; Regen fällt das ganze Jahr über. Die Temperatur beträgt in den niedrig liegenden Gebieten im Kongobecken im Jahresmittel etwa 27 °C, ist aber von Februar bis April, den heißesten Monaten, noch wesentlich höher. In Höhen über 1 500 Metern liegt die mittlere Temperatur bei 19 °C. Der jährliche Niederschlag beträgt etwa 1 500 Millimeter im Norden und knapp 1 300 Millimeter im Süden. Außerhalb des Äquatorgebiets, wo es das ganze Jahr über regnet, gibt es Regenzeiten: von April bis November nördlich und von Oktober bis Mai südlich des Äquators. Auf den Bergkuppen fällt auch Schnee. In niedrigeren Höhen ist das Klima gemäßigt alpin.

2.2

Flora und Fauna

Der Flächen- und Gebietsschutz erstreckt sich auf etwa 8,2 Prozent (2007) des Landes. Darunter befinden sich Nationalparks zum Schutz von Großwild, wovon vier zum Weltnaturerbe der UNESCO gehören. Es befinden sich ferner drei Biosphärenreservate im Land. Die Vegetation besteht im Norden und im Hochland weitgehend aus Regenwald, an der Küste gedeihen Mangroven, die landeinwärts durch Feuchtsavannen abgelöst werden. Zu den Nutzpflanzen gehören Ölpalmen, Kaffee, Baumwolle, Bananen und Kokosnüsse sowie Nutzhölzer wie Teakbäume, Ebenholzgewächse und Mahagoni. Die Tierwelt umfasst auch hochgradig bedrohte Arten wie Gorillas und Nashörner. Weitere Großsäuger sind Elefanten, Flusspferde, Waldbüffel, Giraffen, Okapis, Zebras, Löwen, Leoparden, Schakale, Hyänen und Schimpansen. Insgesamt können hier 450 (2000) Säugetierarten nachgewiesen werden, 29 (2004) davon sind gefährdet. Zur reichen Reptilienfauna gehören große Schlangen wie Mambas und Pythons sowie Krokodile. Die Vogelwelt umfasst 929 (2000) bekannte Arten, darunter Papageien, Flamingos, Reiher, Kuckucke, und Regenpfeifer; 30 (2004) Arten gelten als bedroht. Wichtige Krankheitsüberträger unter den Insekten sind die Malaria verbreitende Anopheles-Mücke und die vor allem im Flachland vorkommende Tsetsefliege, welche die afrikanische Schlafkrankheit oder Trypanosomiasis überträgt.

Zurück
| | | | | | | |
Nächste
In diesem Artikel suchen
Druckerfreundliche Version der Seite
Versenden




© 2008 Microsoft