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Windows Live® Suchergebnisse NauruEnzyklopädieartikel
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Nauru, Inselrepublik in Mikronesien, unmittelbar südlich des Äquators und 3 000 Kilometer nordöstlich von Australien gelegen. Die Hauptstadt des Landes ist Yaren.
Nauru ist eine bis 61 Meter hohe Koralleninsel von ovaler Form mit einer Fläche von 21 Quadratkilometern. Die Insel verfügt über ausgedehnte Phosphatvorkommen, die zu den reichsten der Welt gehören. Infolge des intensiven Phosphatabbaus wurden jedoch 80 Prozent der Insel unbewohnbar, und auch Flora und Fauna wurden erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Der Staat hofft nun auf internationale Hilfe, um das Land sanieren und die verwüsteten Phosphatabbauflächen in Ackerland umwandeln zu können. Auf Nauru wurden 27 Vogelarten nachgewiesen, darunter Tropikvögel, Tölpel, Seeschwalben und Fregattvögel. Die Phosphatvorkommen basieren auf dem Guano dieser und anderer Meeresvögel, der sich im Lauf von Jahrtausenden angesammelt hat. Zu den insgesamt 179 Pflanzenarten gehören Schraubenbäume und Kokospalmen.
Die Einwohnerzahl beträgt etwa 14 000 (2008), die Bevölkerungsdichte 656 Einwohner pro Quadratkilometer. Neben Nauruern (62 Prozent) leben Gastarbeiter aus Kiribati und Tuvalu (zusammen 25 Prozent), Chinesen (8 Prozent), Neuseeländer und Europäer auf der Insel. Die Nauruer sind von polynesischer, mikronesischer und melanesischer Abstammung. Ungefähr vier Fünftel der Einwohner sind Christen. Die Amtssprachen sind Nauruisch und Englisch. Der Großteil der Bevölkerung von Nauru lebt in einem schmalen, fruchtbaren Küstenstreifen.
Staatsoberhaupt und zugleich Regierungschef ist der Präsident, der alle drei Jahre vom Parlament aus seinen Reihen gewählt wird. Das Parlament umfasst 18 Mitglieder, die in allgemeiner Wahl für jeweils drei Jahre gewählt werden. Parteien im Sinne der westlichen Demokratien gibt es in Nauru nicht, sondern lediglich informelle Interessenvertretungen, die sich vor allem aus der Opposition zur Regierung bildeten. Nauru gliedert sich verwaltungsmäßig in 14 Distrikte.
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