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    Leonard Bernstein (* 25. August 1918 in Lawrence, Massachusetts; † 14. Oktober 1990 in New York City) war ein US-amerikanischer Komponist, Dirigent und Pianist russisch ...

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Leonard Bernstein

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Leonard BernsteinLeonard Bernstein

Leonard Bernstein (1918-1990), amerikanischer Dirigent, Komponist und Pianist, geboren in Lawrence (Massachusetts). Bernstein studierte an der Harvard University und am Curtis Institute of Music in Philadelphia und belegte das Fach Komposition bei Walter Piston und später, auf Anregung von Dimitri Mitropoulos, Dirigieren bei Fritz Reiner und Sergej Kussewizkij. 1943 gab Bernstein sein spektakuläres Debut als Dirigent bei den New Yorker Philharmonikern, in Vertretung des kurzfristig erkrankten Bruno Walter. Bernstein war musikalischer Direktor des New York City Center Orchestra (1945-1948), lehrte am Berkshire Music Center in Tanglewood (1948-1955) und an der Brandeis University (1951-1956). Ferner leitete er das New York Philharmonic Orchestra (1958-1969), mit dem er sowohl als Dirigent als auch als Pianist viele Aufnahmen machte. 1969 ernannte ihn das Orchester zum Ehrendirigenten auf Lebenszeit. Bernstein wurde von allen wichtigen Orchestern und Opernhäusern der Welt als Dirigent eingeladen. Eine besonders enge Beziehung verband ihn mit den Wiener Philharmonikern und dem Israel Philharmonic Orchestra. Bernstein verstand sich von Anfang an nicht nur als Musiker, sondern auch als Vermittler von Musik. Seine Vitalität und sein Enthusiasmus machten ihn schnell populär. Er zählt zu den bedeutendsten Musikpädagogen der USA, nicht zuletzt durch seine Fernsehreihe Young People’s Concerts. Bernstein war maßgeblich daran beteiligt, das Publikum für Gustav Mahler zu begeistern, indem er die erste Gesamtaufnahme von Mahlers Sinfonien herausbrachte. Charles Ives, dessen 2. Sinfonie er 1952 uraufführte, verhalf er maßgeblich zum Durchbruch.

Bernsteins eklektische und leidenschaftliche Kompositionen weisen eine erstaunliche Formenvielfalt auf, sein Stil ist geprägt von Jazz, Volksmusik, religiösen Chorälen, Songs und Balladen. Er schuf ein sehr umfangreiches Werk, angefangen bei den drei Sinfonien bis hin zu den Musicals On the Town (1944), Wonderful Town (1953), Candide (1956) und der weltweit erfolgreichen West Side Story (1957); die Oper Trouble in Tahiti (1952), die später zu A Quiet Place (1984) erweitert wurde; die Chichester Psalms (1965) für Chor und Orchester; die Ballette Fancy Free (1944) und The Dybbuk Variations (1974); Mass (1971) für Sänger, Tänzer und Musiker und schließlich den Liederzyklus Arias and Barcarolles (1989). 1985 wurde ihm der Grammy Lifetime Achievement Award verliehen.

Bernstein war daneben schon sehr früh auch als Musikschriftsteller tätig. Zu seinen wichtigsten Büchern zählen The Joy of Music (1959); Young People’s Concerts for Reading and Listening (Text und Aufnahmen, 1962, überarbeitet 1970), eine Buchausgabe zu seinen gleichnamigen Fernsehsendungen; The Infinite Variety of Music (1966) und The Unanswered Question (1976), eine Sammlung seiner Vorlesungen an der Harvard University.

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