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Thailand

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Thailand (Flagge und Hymne)Thailand (Flagge und Hymne)
Artikelgliederung
1

Einleitung

Thailand, bis 1939 und von 1946 bis 1949 Siam, amtlich Königreich Thailand, Staat in Südostasien.

Das Staatsgebiet grenzt im Norden und Westen an Myanmar (Birma), im Nordosten an Laos, im Südosten an Kambodscha und den Golf von Thailand (Siam), im Süden an Malaysia und im Südwesten an das Andamanische Meer und Myanmar. Die Gesamtfläche Thailands beträgt 513 115 Quadratkilometer. Bangkok ist die Hauptstadt und zugleich die größte Stadt des Landes.

2

Land

Thailand liegt auf der Hinterindischen Halbinsel; nur die Region im äußersten Süden liegt auf der Malaccahalbinsel. Das Land hat eine Nord-Süd-Ausdehnung von rund 1 770 Kilometern und eine Ost-West-Ausdehnung von etwa 805 Kilometern. Die Topographie ist sehr vielfältig, aber die Gebirgszüge stellen die beherrschende Landschaftsform dar. Im nördlichen und westlichen Teil des Landes gibt es parallel verlaufende Gebirgsketten mit nordsüdlicher Ausrichtung. Die höchsten Erhebungen liegen im westlichen Bergland, das sich entlang der birmanischen Grenze ausdehnt und mit dem Doi Inthanon bis auf 2 595 Meter, dem höchsten Punkt Thailands, ansteigt. Die von Küstenebenen begrenzte Malaccahalbinsel erreicht im Khao Luang mit 1 790 Metern ihre höchste Erhebung. Eine weitere Gebirgskette erstreckt sich in nordsüdlicher Richtung durch Mittelthailand, geht im Süden in Ost-West-Richtung über und dehnt sich bis zur Ostgrenze des Landes hin aus; ihr höchster Gipfel ist der Doi Pia Fai mit 1 270 Metern. Der Nordosten Thailands besteht aus einem flachen, unfruchtbaren Becken, dem Khorat-Plateau, das rund ein Drittel der Landesfläche einnimmt und vom Mekongtal begrenzt wird. Zwischen den zentralen und westlichen Gebirgen liegt die breite Schwemmlandebene des Chao Phraya (Menam), des größten Stromes von Thailand. Dieses Tiefland und das fruchtbare Delta des Chao Phraya bei Bangkok sind die landwirtschaftlich am intensivsten genutzten und dichtest besiedelten Räume des Königreiches.

2.1

Klima

Thailand hat ein feuchtes, tropisches Klima, das in erster Linie von den je nach Jahreszeit die Richtung wechselnden Monsunwinden geprägt wird. Von April bis Oktober kommen die mit Feuchtigkeit angereicherten Winde vorwiegend aus Südwesten; den Rest des Jahres aus Richtung Nordost. Unter dem Einfluss der Südwestwinde sind die Temperaturen höher und liegen zwischen 25,6 und 36,7 °C; ansonsten variieren sie zwischen 13,3 und 33,3 °C. Im Binnenland – außer in großer Höhe – sind die Temperaturen etwas höher als an der Küste.

Die jährliche Niederschlagsmenge liegt im Norden, Westen und im Landesinneren bei 1 525 Millimetern, auf der thailändischen Seite der Malaccahalbinsel bei über 2 540 Millimetern und auf dem Khorat-Plateau unter 1 270 Millimetern. Der meiste Regen fällt in den Sommermonaten (Juni bis Oktober).

2.2

Flora und Fauna

Im Südosten des Landes und auf der Malaccahalbinsel dominiert tropischer Regenwald, in anderen Regionen bestehen artenreiche, feuchte Monsunwälder mit laubwerfenden Bäumen sowie an den Küsten Mangrovensümpfe und in höheren Lagen Kiefernbestände. Zu den Holzgewächsen im Bereich der Küstenregionen gehören Rotangpalmen und Ebenholzgewächse; wirtschaftlich wertvolle Bäume des Hochlandes sind Teakbäume, Adlerholz und Eichen. Daneben gedeiht eine große Vielfalt tropischer Pflanzen und Früchte, darunter Orchideen, Gardenien, Hibiscus, Bananen, Mangos und Kokosnüsse.

Insbesondere in den bewaldeten Gebieten besteht eine artenreiche Fauna. Es gibt viele Elefanten, die häufig als Lasttiere eingesetzt werden; ferner leben hier Nashörner, Tiger, Leoparden, Gaure und Wasserbüffel. Primaten sind durch Languren, Makaken und Javaneraffen repräsentiert; weitere interessante Mitglieder der Säugetierfauna sind Tupaias, Flughunde und Schuppentiere. Zur vielfältigen Vogelwelt gehören Wiedehopfe, Schwarznacken-Pirole, Guriale (aus der Verwandtschaft der Eisvögel), Schwalbenstare, Nashornvögel und Drongos. In Thailand leben über 50 Schlangenarten, darunter mehrere Giftschlangen, sowie Schildkröten, Agamen (u. a. Flugdrachen) und Krokodile. Insgesamt stehen 19 Prozent (2007) der Landesfläche unter Naturschutz.

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