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ThailandEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Mitte des 20. Jahrhunderts waren fast 50 Prozent des Landes bewaldet. Ausgedehnte Rodungen führten dazu, dass nur noch 28,3 Prozent (2005 geschätzt) waldbedeckt sind. Seit einigen Jahren bemüht sich der Staat um die Wiederaufforstung weiträumiger Gebiete, die durch Überflutungen, Erdrutsche und Entwaldung Schaden genommen hatten. Die wichtigsten forstwirtschaftlichen Produkte sind Harthölzer, insbesondere Teak. 2006 lag der Holzeinschlag bei insgesamt etwa 28,4 Millionen Kubikmetern. Der Export von Teak als Rohholz ist heute verboten. Der Fang von Meerestieren ist ebenfalls ein bedeutender Sektor der Wirtschaft. 2005 lag die Fangmenge bei rund 3,74 Millionen Tonnen und bestand neben Fischen vorwiegend aus Garnelen und Schalentieren.
Thailand ist reich an natürlichen Ressourcen. Zu den bekannten Bodenschätzen zählen Kohle, Gold, Blei, Zinn, Wolfram, Mangan, Zink und Edelsteine.
Die verarbeitende Industrie beschäftigt etwa 20 Prozent der Arbeitskräfte. Die bedeutendsten Branchen sind Nahrungsmittelindustrie, insbesondere Reismühlen, Textil- und Bekleidungsgewerbe sowie Elektronikindustrie. Weitere wichtige Produkte sind Zement, Fahrzeuge, Zigaretten, verschiedene chemische Erzeugnisse und Erdölprodukte.
Die Währungseinheit Thailands ist der Baht, bestehend aus 100 Stangs. Die Bank von Thailand, gegründet 1942, ist die Notenbank. In Thailand gibt es auch viele Handelsbanken und mehrere ausländische Bankunternehmen.
2003 beliefen sich die Ausfuhrerlöse Thailands auf rund 80,3 Milliarden US-Dollar, der Einfuhrwert lag bei 75,8 Milliarden US-Dollar. Zu den Hauptexportwaren gehörten Textilien und Bekleidung, elektronische Produkte, Reis, Kautschuk, Zinn, Maniok, Zucker und Garnelen. Importiert wurden Erdöl und Erdölprodukte, mechanische Geräte, Fahrzeuge, chemische Produkte, Eisen und Stahl sowie elektrische Maschinen. Haupthandelspartner sind Japan, die USA, Singapur, Deutschland, Malaysia, China und die Niederlande.
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