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Windows Live® Suchergebnisse Irène und Jean Frédéric Joliot-CurieEnzyklopädieartikel
Irène und Jean Frédéric Joliot-Curie (1897-1956 bzw. 1900-1958), französische Physiker und Nobelpreisträger. Berühmt wurden sie durch ihre Studien zur künstlichen Radioaktivität und ihre Beiträge zur Entdeckung des Neutrons. Irène Curie wurde am 12. September 1897 in Paris als Tochter der Physiker Marie und Pierre Curie geboren. Sie studierte an der Sorbonne und arbeitete nach 1918 bei ihrer Mutter am Institut du Radium der Pariser Universität mit. Frédéric Joliot, der am 19. März 1900 in Paris geboren wurde, studierte ebenfalls an der Sorbonne. Während seiner Tätigkeit am Institut du Radium traf er Irène Curie. Sie heirateten 1926, nahmen den Namen Joliot-Curie an und arbeiteten fortan als wissenschaftliches Team. Die Joliot-Curies spezialisierten sich auf das Gebiet der Kernphysik. Im Jahr 1933 gelang ihnen die wichtige Entdeckung, dass radioaktive Elemente künstlich aus stabilen Elementen hergestellt werden können. In ihren Experimenten beschossen sie Bor mit Alphateilchen und erzeugten so eine radioaktive Form von Stickstoff. Für ihre Beiträge zur Kernforschung erhielten die Joliot-Curies 1935 den Nobelpreis für Chemie. Im Jahr 1936 wirkte Irène Joliot-Curie im französischen Kabinett als Staatssekretärin für wissenschaftliche Forschung. Sie war von 1946 bis 1951 Mitglied der französischen Atomenergiebehörde und ab 1947 Leiterin des Institut du Radium. 1939 wurde sie Mitglied der Légion d’honneur. Sie erhielt auch viele andere Ehrungen für ihre Beiträge zur Kernphysik. Irène Joliot-Curie starb am 17. März 1956 an Leukämie. Frédéric Joliot-Curie wurde Professor für Physik am Collège de France und Direktor des Laboratoire de Synthèse Atomique in Ivry (1937). Während der deutschen Okkupation von Paris im 2. Weltkrieg war er Vorsitzender der Front National, der im Untergrund agierenden Widerstandsbewegung aus Pariser Universitätskreisen. 1946 wurde er französischer Repräsentant für die Atomenergiebehörde der Vereinten Nationen. Als Hochkommissar war er für die Atomenergieforschung in Frankreich verantwortlich. Seine Mitgliedschaft in der kommunistischen Partei (nach 1946) führte 1950 zu seiner Entlassung aus seinem Amt. 1956 trat er die Nachfolge seiner Ehefrau als Leiter des Institut du Radium an. Frédéric Joliot-Curie starb am 14. August 1958.
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