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Tel Aviv-Jaffa

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Tel Aviv-JaffaTel Aviv-Jaffa
Artikelgliederung
1

Einleitung

Tel Aviv-Jaffa (hebräisch Tel Aviv-Yafo), Stadt in Israel, Verwaltungssitz des Bezirks Tel Aviv, an der Mittelmeerküste, südlich der Mündung des Yarkon. Tel Aviv-Jaffa ist nach Jerusalem die zweitgrößte Stadt in Israel.

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Wirtschaft

Tel Aviv bildet das herausragende Handels-, Finanz- und Industriezentrum von Israel. Mehr als ein Drittel der gesamten israelischen Bevölkerung lebt im Großraum dieser Stadt. Banken, Versicherungen, Gewerkschaften und Wirtschaftsverbände haben hier ihren Hauptsitz. Im Stadtzentrum von Tel Aviv dominiert die Dienstleistungsbranche. Am Stadtrand befinden sich zahlreiche Produktionsbetriebe. Die wichtigsten Industriezweige sind Elektronik, Computertechnik, Herstellung von Nahrungs- und Genussmitteln, Textil-, Bekleidungs-, Möbel- und chemische Industrie sowie Produktion von Baustoffen. Die Stadt ist das weltgrößte Zentrum der Diamantenverarbeitung, der Vorort Ramat Gan ist Sitz einer Diamantenbörse.

Tel Aviv ist ein international renommierter Messestandort und besitzt eine gut ausgebaute Infrastruktur (Autobahnanschluss, Eisenbahnlinien und internationaler Flughafen). Zum Stadtgebiet gehört ein rund 10 Kilometer langer Mittelmeerstrand, der vermehrt für den Tourismus genutzt wird (Delphinarium, viele neue Hotels).

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Stadtgebiet

Tel Aviv-Jaffa besteht aus zwei Teilen: Im Süden liegt der arabisch geprägte Stadtteil Jaffa, im Norden und Osten das moderne und „westliche” Tel Aviv. In Jaffa (ehemals Joppe) tritt die arabische Vergangenheit in verwinkelten Gassen und dem alten Basar deutlich zutage. Das älteste Bauwerk von Jaffa ist das Franziskanerkloster St. Peter, das 1654 auf den Mauern einer Kreuzritterburg angelegt wurde. Die Große Moschee von 1810 sowie der alte Hafen mit Ausblick auf den Andromeda-Felsen sind weitere Sehenswürdigkeiten von Jaffa.

Ganz im Gegensatz zu Jaffa wirkt Tel Aviv sehr modern: Verwaltungsbauten, Hochhäuser und breite Boulevards prägen das Bild der Stadt. Das Opernhaus (1990-1994 als Teil des Performing Arts Centers errichtet) und die Cymbalista-Synagoge (1996-1998) auf dem Campus der Universität gehören zu den architektonischen Highlights der Stadt. Die so genannte „Weiße Stadt” in Tel Aviv, die, basierend auf den Plänen des Soziologen Patrick Geddes, in den dreißiger und vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts entstand und als herausragendes Beispiel für die verschiedenen Trends des Modern Movement in Architektur und Stadtplanung gilt, wurde 2003 in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen.

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Bildung und Kultur

Tel Aviv-Jaffa ist das kulturelle Zentrum Israels. Zu den wichtigsten Kultur- und Bildungseinrichtungen gehören u. a. das weltberühmte Israel Philharmonic Orchestra, die Bar-Ilan-Universität (1955 gegründet), die Rubinsche Musikakademie, das Hebräische Konservatorium (1910 gegründet), Everyman’s University (1974 gegründet), das Institut für Talmudforschung sowie weitere Forschungsinstitute. Unter den zahlreichen Bibliotheken ist besonders die Israelische Zentrale Musikbibliothek zu nennen. Über 50 ausländische diplomatische Vertretungen und Kulturinstitute haben in dieser Stadt ihren Sitz.

Bedeutendste Museen sind das Tel-Aviv-Museum, das Haaretz-Museum (u. a. mit dem berühmten Museum für Ethnologie und Volkskunde), das Museum für jüdische Diaspora und das Museum für Naturwissenschaften und Technik. Auch das Nationaltheater und die Nationaloper haben ihren Sitz in Tel Aviv-Jaffa. Zum modernen Charakter der Stadt trägt neben den vielfältigen und vielsprachigen Publikationen (Zeitschriften, Bücher) auch die lebendige zeitgenössische Musikszene ihren Teil bei.

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