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Windows Live® Suchergebnisse PagodeEnzyklopädieartikel
Pagode, Tempelform der buddhistischen Kultur in Form eines mehrstöckigen quadratischen oder polygonalen Turmes, die man im gesamten ost- und südostasiatischen Raum findet. Eine Pagode hat mehrere Geschosse, die häufig durch kunstvoll verzierte vorkragende Dächer betont sind (als Symbole für die übereinander geschichteten kosmischen Weltebenen) und sich nach oben verjüngen. Sie kann entweder als Heiligtum für sich allein stehen, aber auch als Reliquienschrein Teil einer komplexeren Tempel- oder Klosteranlage sein. Wahrscheinlich ist die Pagodenform eine Weiterentwicklung des Stupas, die mit dem Buddhismus nach China kam und dort seit dem 6. Jahrhundert n. Chr. verbreitet ist. Zu den berühmtesten Beispielen zählt die so genannte Porzellanpagode von Nanking aus dem 15. Jahrhundert, ein neunstöckiges Gebäude, dessen Mauern mit bunten Kacheln überzogen waren. In Südostasien entwickelte sich die Pagode aus dem halbkugelförmigen Prototypen des Stupas, wobei im Gegensatz zur turmförmigen Ausprägung Ostasiens eine glockenförmige oder konische Struktur entstand. Zu den größten und spektakulärsten Pagoden der Welt zählt die blattgoldverkleidete Shwe-Dagon-Pagode (begonnen im 14. Jahrhundert und mehrmals vergrößert) mit 112 Meter Gesamthöhe, die in Rangun (Yangon), der Hauptstadt Myanmars (ehemals Burma), bewundert werden kann. Siehe auch Buddhistische Architektur
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