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Tschad

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Tschad (Flagge und Hymne)Tschad (Flagge und Hymne)
Artikelgliederung
1

Einleitung

Tschad (Republik Tschad, französisch République du Tchad), Binnenstaat im nördlichen Zentralafrika, grenzt im Norden an Libyen, im Osten an die Republik Sudan, im Süden an die Zentralafrikanische Republik, im Westen an Kamerun, Nigeria und Niger. Die frühere französische Kolonie wurde am 11. August 1960 selbständig. Die Landesfläche beträgt 1 284 000 Quadratkilometer. Die Hauptstadt des Tschad ist Ndjamena.

2

Land

Der Binnenstaat liegt im östlichen Teil des ausgedehnten Tschadbeckens. Dieses durchzieht weite Teile des Landes in einer Höhe zwischen 200 und 500 Metern. Im Südwesten hat der Tschad Anteil am abflusslosen Tschadsee. Im Norden wird die Beckenlandschaft vom Tibestigebirge begrenzt, das im Emi Koussi 3 415 Meter hoch ist. Die östliche Begrenzung des Tschadbeckens bilden Ennedigebirge (bis 1 450 Meter) und Ouadaïschwelle (Ouaddaï, bis 1 259 Meter). Der nördliche Teil der Republik liegt in der Sahara. Der für seine reichen Uranvorkommen bekannte Aouzou-Streifen im äußersten Norden war seit 1973 von Libyen beansprucht worden. Im Februar 1994 sprach der Internationale Gerichtshof in Den Haag den Gebietsstreifen der Republik Tschad zu; Libyen zog sich unter Überwachung der Vereinten Nationen bis zum 31. Mai zurück. Die einzigen bedeutenden Flüsse, Logone und Chari, fließen im Südwesten und münden in den Tschadsee. Dieser vergrößert während der Regenzeit (August bis Dezember) seine Größe erheblich. Seit den siebziger Jahren nimmt jedoch der Wasserstand des Sees insgesamt ab. Hauptursache dafür ist die Wasserentnahme für Bewässerungszwecke.

2.1

Klima

Der Norden des Landes hat Wüstenklima mit nur sporadischen Niederschlägen (unter 50 Millimeter im Jahr im Tiefland, aber über 1 000 Millimeter im Tibestigebirge). Nach Süden nehmen die Jahresniederschläge zu, und es kommt zur Bildung einer typischen Regenzeit, die zwischen zwei Monaten im zentralen Teil des Tschad und bis zu fünf Monaten in den südlichen Landesteilen andauert. Im Süden werden Jahresniederschläge von 1 200 Millimetern erreicht. Allerdings treten von Zeit zu Zeit auch trockene Jahre auf, in denen katastrophale Dürreperioden herrschen können. Während im trockenen Norden die Temperaturen ganzjährig hoch sind, variieren sie im Süden im Jahresverlauf. In der Regenzeit werden hier mittlere Maximaltemperaturen von 31 °C, in der Trockenzeit von 42 °C erreicht.

2.2

Flora und Fauna

Der Norden des Landes ist durch Wüste mit wenigen Palmoasen geprägt, südlich des 16. Breitengrades schließen sich zunächst Dornstrauchsavannen mit Akazien und Büschelgräsern an, dann Trockensavannen und schließlich im äußersten Süden Trockenwälder. Flüsse werden zum Teil von Galeriewäldern gesäumt; am Ufer des Tschadsees gibt es ausgedehnte Röhrichtzonen mit Schilfrohr, Rohrkolben und Papyrus. Die Avifauna (Vogelwelt) umfasst 370 Arten, dazu gehören Nektarvögel, Webervögel, Wiedehopfe, Bienenfresser, Papageien und auffallende Großvögel wie Marabus, Gaukler (siehe Adler), Palmgeier, Heilige Ibisse und Strauße. Die Säugetierfauna ist mit 134 Arten repräsentiert, neben großen Raubtieren wie Löwen, Leoparden, Geparden, Hyänen und Schakalen leben hier u. a. Huftiere wie Elefanten, Giraffen, Mähnenspringer, Mendesantilopen, Säbelantilopen, Damagazellen, Rotstirngazellen und Warzenschweine.

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